Auszählung in Simbabwe zieht sich weiter hin
Mugabe spielt auf Zeit

Nach den Wahlen in Simbabwe zieht sich die Bekanntgabe der Ergebnisse weiter hin. Die Verzögerung schürte die Sorgen der Opposition, Präsident Mugabe könne die Resultate fälschen lassen.

HB HARARE. zieht sich die Bekanntgabe der Ergebnisse weiter hin. Die Wahlkommission teilte am Montag lediglich mit, nach Auszählung der ersten Bezirke liege die Partei von Präsident Robert Mugabe Kopf an Kopf mit der oppositionellen Bewegung für einen demokratischen Wandel (MDC). Die Resultate wurden erst fast 36 Stunden nach Schließung der Wahllokale veröffentlicht. In der Vergangenheit waren erste Ergebnisse schon bald nach Abstimmungsende bekanntgegeben worden.

Die Verzögerung schürte die Sorgen der Opposition, Mugabe könne die Resultate fälschen lassen. Die Lage in Simbabwe war angespannt, Polizisten patrouillierten durch die Hauptstadt Harare.

Die Wahlkommission verteidigte die Verzögerung mit der Begründung, dass schließlich erstmals Präsidentschafts-, Parlaments- und Kommunalwahlen gleichzeitig abgehalten würden. Zudem müssten die Ergebnisse sehr genau geprüft werden. Die staatliche Zeitung „Herald“ warf der Partei von Mugabes Herausforderer Morgan Tsvangirai vor, ihre Anhänger durch vorzeitige Siegesbekundungen zu Gewalt anzustacheln.

Die Regierung des 84-jährigen Mugabes warnte die Opposition in staatlichen Medien, Siegeserklärungen könnten als Putschversuch gedeutet werden. Der seit 1980 autokratisch regierende Mugabe wird von den Sicherheitskräften unterstützt. Vorwürfe der Wahlmanipulation wies er zurück.

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