Auszeichnung für Whistleblower
Doch noch ein Nobelpreis für Snowden

Edward Snowden galt schon 2013 als Kandidat für den Friedensnobelpreis, doch die Chemiewaffenbekämpfer der Organisation OPCW machten das Rennen. Nun erhält der Whistleblower doch noch einen Nobelpreis – den alternativen.
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StockholmDer Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an den US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden. Der frühere NSA-Mitarbeiter bekomme die undotierte Ehren-Auszeichnung, „weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmaß staatlicher Überwachung enthüllt hat, die grundlegende demokratische Prozesse und verfassungsmäßige Rechte verletzt“, wie die Right-Livelihood-Award-Stiftung am Mittwoch in Stockholm mitteilte. Mit Snowden, der im Asyl in Russland lebt, wird „Guardian“-Chefredakteur Alan Rusbridger geehrt. Die britische Zeitung hatte die Überwachungspraktiken enthüllt.

Der Right Livelihood Award zeichnet Menschen aus, die sich für „die Gestaltung einer besseren Welt“ einsetzen. Er wird jährlich vergeben und häufig auch als Alternativer Nobelpreis bezeichnet – obwohl keine Verbindung zur Nobelstiftung besteht.

Außer Snowden und Rusbridger gibt es noch drei Preisträger, die honoriert werden: Das Preisgeld in Höhe von 1,5 Millionen Schwedischen Kronen (rund 162.000 Euro) wird zwischen den Preisträgern aufgeteilt. Asma Jahangir werde geehrt, „weil sie die Menschenrechte in Pakistan und darüber hinaus verteidigt, schützt und stärkt – oft in sehr schwierigen und komplexen Situationen und unter großem persönlichen Risiko“, erklärte die Stiftung. Es ist das erste Mal, dass ein Right Livelihood Award nach Pakistan geht.

Außerdem ehrt die Jury Basil Fernando von der Asian Human Rights Commission in Hongkong „für seine unermüdliche und herausragende Arbeit für die Umsetzung der Menschenrechte in Asien und deren Dokumentation“. Bill McKibben aus den USA erhält den Preis „für die erfolgreiche Mobilisierung einer wachsenden zivilgesellschaftlichen Bewegung für weitreichende Maßnahmen gegen den Klimawandel in den Vereinigten Staaten und weltweit“.

Im vergangenen Jahr wurde Edward Snowden sogar schon mal als möglicher Friedensnobelpreisträger gehandelt. Damals ging die Auszeichnung jedoch an die Chemiewaffen-Inspektoren der OPCW, die sich unter anderem die Vernichtung des syrischen Waffenarsenals angenommen hatten.

Und auch in diesem Jahr ist Snowden in der Verlosung. Zwei Politiker der Sozialistischen Linkspartei Norwegens (SV) haben den ehemaligen Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes NSA Anfang des Jahres offiziell vorgeschlagen.

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  • Hat nicht ein gewisser Grass auch einen bis dahin hoch angesehen Nobelpreis bekommen ?
    Nun ist es endgültig vorbei , bei Grass kam es schon eher einem "Nachwerfen " gleich , mit Mr. Snowden ist nun jedes ansehen den Bach hinunter .

  • ..
    EINE MUTIGE UND RICHTIGE ENTSCHEIDUNG.!
    ..

  • Der alte Nobel
    würde sich im grabe umdrehen wenn er wüsste wie und für was sein Name herhalten muss .
    Nun wird schon ein Dieb zum Nobelpreisträger , eine Schande ist das !

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