Autobombe im Berufsverkehr
13 Tote nach Selbstmordanschlag in Bagdad

Bei einem Selbstmordanschlag im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Montagmorgen mindestens elf Menschen getötet worden. Unter ihnen befanden sich auch fünf ausländische Techniker, die im Auftrag der US-Zivilverwaltung tätig waren. Viele Menschen wurden verletzt.

HB BAGDAD. Der Selbstmordanschlag war der zweite in der irakischen Hauptstadt innerhalb von 24 Stunden. Der Attentäter sprengte sich Polizeiangaben zufolge in einer belebten Geschäftsstraße in die Luft, als er mit seinem Geländewagen einen Konvoi der US-Zivilverwaltung passierte. Unter den Toten seien zwei Briten, ein US-Bürger und ein Franzose, hieß es. Dem Auswärtigen Amt in Berlin lagen keine Erkenntnisse über deutsche Opfer vor.

„Die Terroristen versuchen, die Übergabe der Macht und Souveränität am 30. Juni zu verhindern“, sagte Iraks Ministerpräsident Ijad Allaui. Die USA hatten für die letzte Phase vor der Machtübergabe an die irakische Übergangsregierung vor einer Zunahme der Anschläge von Aufständischen gewarnt.

„Die heutige Explosion zielte auf ausländische Zivilisten, die am Wiederaufbau der Stromversorgung arbeiteten“, sagte Allaui. Das US-Militär bestätigte die Nationalitäten der Opfer. Zehn Beschäftigte eines Subunternehmens des US-Konzerns General Electric seien verletzt worden. Innenminister Falah el Nakib zufolge ergaben erste Ermittlungen, dass ein Ausländer der Täter gewesen sei.

Der irakischen Polizei zufolge saßen die fünf getöteten Ausländer in einem Fahrzeug, das durch die Explosion völlig zerstört worden sei. Dutzende Iraker versammelten sich um zwei der zerstörten Autos aus dem Konvoi, hämmerten auf sie ein, sprangen auf deren Dächer, warfen mit Schrottteilen um sich und riefen: „Amerika ist der Feind Gottes.“ Die Polizei schoss in die Luft, als sie die Menschen auseinander trieb und den Bereich absperrte.

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