Autobomben in Kirkuk: Dutzende Tote bei Kämpfen im Irak

Autobomben in Kirkuk
Dutzende Tote bei Kämpfen im Irak

Bei der Explosion von sieben Autobomben in Kirkuk und schweren Gefechten südöstlich der Hauptstadt Bagdad sind im Irak Dutzende Menschen ums Leben gekommen. US-Soldaten töteten bei mehreren Razzien vier Menschen.

HB BAGDAD / KIRKUK. Bei einem Gefecht zwischen mutmaßlichen Extremisten und irakischen Sicherheitskräften sind in der Nacht zum Samstag mindestens 45 Terrorverdächtige getötet worden. Die Soldaten und Polizisten erhielten bei den Kämpfen in Suwaira, 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt, nach Angaben der Polizei Unterstützung durch die US-Truppen, die mehrere Hubschrauber schickten. In der westlichen Anbar-Provinz töteten Aufständische am Samstag zwei amerikanische Soldaten.

In der nordirakischen Vielvölkerstadt Kirkuk explodierten sieben Autobomben. Vier Menschen starben, 21 weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt. Unter den Toten waren ein Selbstmordattentäter und zwei Kinder. Einer der Sprengsätze detonierte vor einem Büro der Demokratischen Partei Kurdistans, ein anderer in der Nähe einer Schule. In der Stadt wurde eine Ausgangssperre verhängt. Bei mehreren Razzien gegen mutmaßliche sunnitische Terroristen töteten US-Soldaten am Samstag vier Menschen. 29 weitere Verdächtige wurden nach Angaben des amerikanischen Militärkommandos in Bagdad gefangen genommen.

Das geistliche Oberhaupt der irakischen Schiiten, Großajatollah Ali al-Sistani, forderte Sunniten und Schiiten unterdessen zu einem Ende der Gewalt zwischen den Anhängern der beiden Religionsgruppen auf. Die religiösen Differenzen, über die man jahrhunderdelang gestritten habe, ließen sich nicht beilegen, schrieb er in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung. Die Muslime sollten in diesen schweren Zeiten daher besser ihre Gemeinsamkeiten betonen, „den Glauben an den einen einzigen Gott“.

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