Autokrise
US-Kongress zieht Daumenschrauben bei Autokonzernen an

Der Druck auf die angeschlagenen amerikanischen Autobauer General Motors, Chrysler und Ford wächst. Und das gewaltig. Denn der Kongress erwartet harte Entscheidungen und tiefe Einschnitte von den Unternehmen. Wobei Chrysler bei seinem Rettungsplan wohl schon ein gutes Stück voran gekommen ist.

WASHINGTON. Der US-Kongress hat den Druck auf die angeschlagenen US-Autobauer Chrysler und General Motors erhöht. Im Kampf um ihr Überleben müssen die beiden Konzerne nach den Worten der demokratischen Präsidentin des US-Repräsentantenhauses zu tiefen Einschnitten bereit sein. Es werde der "Wille zu harten Entscheidungen" erwartet, schrieb Nancy Pelosi am Freitag gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Finanzausschusses, Barney Frank, in einem Brief an die Unternehmen, die am Dienstag ihre Pläne zur Restrukturierung vorlegen.

Beide Politiker forderten die Hersteller auf, ihren Unterlagen eine verbriefte Beurteilung ihrer langfristigen Rentabilität beizufügen. Darin enthalten sein müssten unter anderem auch eine Angabe über den angestrebten Marktanteil und eine Absichtserklärung zur Entwicklung spritsparender Modelle.

Firmenkreisen zufolge ist Chrysler bei seinem Restrukturierungsplan auf einem guten Weg. Bei Gesprächen mitGläubigern gebe es Fortschritte, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Chrysler werde am Dienstag ein Szenario als eigenständiges Unternehmen und ein weiteres als Teil einer strategischen Partnerschaft vorstellen. Der Konzern sprach bereits mit Fiat über eine Allianz. Die US-Regierung hat den Konzernen mit Überbrückungskrediten in Milliardenhöhe unter die Arme gegriffen. Für weitere Hilfen hat sie umfassende Reformen zur Bedingung gemacht.

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