Ayatollah Ali Chamenei
„Atomgespräche werden nirgendwohin führen“

Das geistliche Oberhaupt des Iran lehnt Verhandlungen über die Atomfrage seines Landes zwar nicht ab – glaubt aber nicht so recht an einen Erfolg: „Ich bin nicht optimistisch“, sagt Ayatollah Ali Chamenei
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TeheranIrans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hat sich pessimistisch über den Ausgang der am Dienstag beginnenden Atomgespräche geäußert. „Einige Vertreter der früheren und der aktuellen Regierung glauben, dass sie durch Verhandlungen in der Atomfrage das Problem lösen können“, sagte Chamenei laut seiner Internetseite am Montag vor tausenden Zuhörern in Teheran. „Doch ich wiederhole, dass ich nicht optimistisch über die Verhandlungen bin. Sie werden nirgendwohin führen. Ich bin aber auch nicht gegen sie.“

Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hatte kürzlich bei einem Vortrag in Berlin gesagt, Chamenei sei bei den Verhandlungen voll eingebunden. Er bestimme die Richtlinien und werde über „jedes einzelne Detail“ informiert. Im Iran gibt es zwar Kritik des konservativen Flügels an den Bemühungen des moderaten Präsidenten Hassan Ruhani zur Beilegung des Atomkonflikts. Doch blieb sie bisher wirkungslos, da Chamenei, der in der Außenpolitik das letzte Wort hat, sich bisher dahinter gestellt hatte.

Der Iran hatte am 24. November in Genf ein sechsmonatiges Interimsabkommen mit der 5+1-Gruppe der UN-Vetomächte und Deutschlands erreicht. Dieses sieht vor, dass der Iran im Gegenzug für die Aussetzung gewisser Sanktionen die Urananreicherung einfriert, seine Bestände höher angereicherten Urans reduziert und verschärfte Kontrollen zulässt. Von Dienstag an soll in Wien nun über ein langfristiges Abkommen verhandelt werden, das die Zweifel des Westens an der friedlichen Zielsetzung des Atomprogramms beseitigt.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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