Bagdad
Tote und Verletzte bei Anschlag auf Iraks Innenministerium

Die Anschlagswelle im Irak reißt nicht ab: Zwei Selbstmordattentäter haben sich offiziellen Angaben zufolge am Montag vor dem Innenministerium in Bagdad in die Luft gesprengt und mindestens sieben Menschen mit in den Tod gerissen. Weitere 35 Personen seien verletzt worden.

HB BAGDAD. Neben dem Ministerium feierten Einsatzkräfte zu der Zeit den 84. Gründungstag der irakischen Polizei. Ein Reporter des staatlichen Fernsehens berichtete indes, eine Mörserbombe habe das Gelände getroffen. Zudem habe ein Selbstmordattentäter einen Kontrollpunkt vor dem Innenministerium angegriffen. Der Reporter wohnte den Angaben zufolge der Polizei-Zeremonie bei.

Das Ministerium wurde in der Vergangenheit mehrmals Ziel von Angriffen Aufständischer. Für viele Sunniten ist es zum Symbol des Widerstands geworden. Sie beschuldigen die Politiker, schiitische Milizen zu befehligen, die Sunniten angreifen. Das Innenministerium hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Im November entdeckten US-Soldaten indes einen vom Innenministerium betriebenen Bunker, in dem 170 Menschen gefangen gehalten wurde. Die meisten von ihnen waren Sunniten. Viele schienen augenscheinlich misshandelt und gefoltert worden zu sein.

Seit dem Sturz des früheren Machthabers Saddam Hussein dominieren Schiiten und Kurden die Politik. Viele Sunniten fühlen sich ausgegrenzt und kämpfen gegen die Regierung in Bagdad und die US-Soldaten, die sie als Besatzer ansehen. Die Spannungen zwischen den religiösen Gruppen hatten sich jüngst nach schweren Anschlägen auf Schiiten verschärft.

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