Bagdad
US-Militär dementiert Berichte über Irak-Abzug

Die USA und Großbritannien wollen Zeitungen zufolge ihre Soldaten im Irak bis zum Frühjahr 2007 abziehen. Die Länder hätten akzeptiert, dass die ausländischen Truppen mittlerweile ein Hindernis für die Sicherung des Friedens seien. Das US-Militär dementiert jedoch.

HB BAGDAD. Die Berichte der britischen Zeitungen „Sunday Telegraph“ und „Sunday Mirror“ seien „komplett falsch“, sagte Oberstleutnant Barry Johnson am Sonntag in Bagdad. Es gebe keinen Zeitplan für einen Abzug. Die ausländischen Truppen würden schrittweise aus dem Land geholt, sobald irakische Kräfte in der Lage seien, die Sicherheit zu gewährleisten. Der Sprecher bekräftigte damit die bekannte Position der USA.

Die Zeitungen beriefen sich in ihren Berichten auf hochrangige Mitarbeiter des britischen Verteidigungsministeriums. Großbritannien und die USA hätten akzeptiert, dass die ausländischen Truppen mittlerweile ein Hindernis für die Sicherung des Friedens in dem Golfstaat seien, hieß es im „Telegraph“.

Auch die 22 verbündeten Länder würden dem Abzug wegen der international geringen Popularität des Krieges wahrscheinlich zustimmen. Die von den USA geführte Allianz hat zur Zeit etwa 160 000 Soldaten in dem Golfstaat stationiert, darunter 135 000 US-Soldaten und rund 8500 aus Großbritannien.

Sie kämpfen vor allem gegen Aufständische. Zudem haben in den vergangenen zwei Wochen die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten drastisch zugenommen.

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