Bahnverkehr stark behindert
Streiks lähmen Frankreich

Starke Behinderungen im Bahn- und im Flugverkehr in Frankreich hat ein landesweiter Streiktag für den Erhalt von Beschäftigung, Kaufkraft und Öffentlichem Dienst verursacht. In großen Städten wie Lyon, Marseille und Toulouse fuhren am Dienstag kaum U-Bahnen und Busse. Ganze Regionen des Landes waren durch den Ausstand im öffentlichen Transportwesen zum großen Teil lahm gelegt.

HB PARIS. Auf den Pariser Flughäfen mussten wegen des Streiks von Fluglotsen einige Inlands- und internationale Flüge gestrichen werden. Bei anderen kam es zu Verspätungen. Auch die Deutsche Lufthansa strich mehrere Flüge nach Paris.

Besonders der Bahnverkehr ist vom Streik betroffen. Jeder dritte Eisenbahner der SNCF beteiligte sich an dem seit Montag andauernden Streik. Im ganzen Land fielen etwa bis zu zwei Drittel aller Zugverbindungen aus und vor vielen Pariser Bahnhöfen bildeten sich seit dem Morgen lange Schlangen. Im Schnitt fuhren nur sechs von zehn TGV-Hochgeschwindigkeitszügen. Der internationale Bahnverkehr war nach Angaben der SNCF nur geringfügig betroffen.

Zu dem Ausstand hatten alle großen Gewerkschaften aufgerufen. Sie protestierten gegen hohe Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne, eine geringe Kaufkraft sowie die Privatisierung von Staatsbetrieben und forderten die konservative Regierung von Ministerpräsident Dominique de Villepin damit zu einer Kraftprobe heraus.

Besondere Brisanz erhielt der erste große Streik seit Villepins Amtsantritt am 31. Mai durch Pläne zur Privatisierung der Korsika-Reederei SNCM und des Stromkonzerns EDF. Die Sozialisten werfen der Regierung vor, mit der Privatisierung Konflikte und Gewalt zu schüren.

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