Balkan
Ex-Rebellenführer wird Premier des Kosovo

Die serbische Provinz Kosovo soll künftig von einem früheren Rebellenführer regiert werden: Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Bajram Kosumi wurde Agim Ceku für den Posten nominiert, einst Kommandeur der mittlerweile aufgelösten Kosovo-Befreiungsarmee (UCK).

HB PRISTINA. Der 44-Jährige Ceku leitet zurzeit eine zivile Schutztruppe, die viele Kosovo-Albaner als Vorstufe ihrer künftigen Streitkräfte betrachten. Sowohl Ceku als auch Kosumi gehören zur Allianz für die Zukunft des Kosovos (AAK), der kleineren Partei in der Koalitionsregierung, der auch noch die Demokratische Liga des Kosovos angehört. Diese hatte Unzufriedenheit mit Kosumi gezeigt und eine Regierungsumbildung verlangt. Ihr Führungsmitglied Kole Berischa soll jetzt neuer Parlamentspräsident werden.

Der zurückgetretene Kosumi war bislang ein führendes Mitglied der Delegation des Kosovos bei den Gesprächen über den künftigen Status der Provinz. Diese erst vor kurzem aufgenommenen Verhandlungen finden unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen statt, die das Kosovo seit dem Krieg der NATO gegen Belgrad von 1999 verwalten. Die Provinz strebt die Unabhängigkeit von Serbien-Montenegro an, was die Regierung in Belgrad jedoch entschieden ablehnt.

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