Ban Ki Moon
UN-Generalsekretär besorgt über Haftbefehle gegen Muslimbrüder

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich besorgt über die Festnahmen und Haftbefehle gegen Mitglieder der Muslimbruderschafte nach dem Sturz von Ägyptens Machthaber Mursi gezeigt. Es gebe keinen Platz für Vergeltung.
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New YorkUN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat sich besorgt über die Festnahmen in Ägypten und die Haftbefehle gegen die Anführer der islamistischen Muslimbruderschaften sowie andere Personen geäußert. Es gebe keinen Platz für Vergeltung, sagte Ban am Donnerstag in einem Telefonat mit dem ägyptischen Außenminister Mohammed Kamal Amr. Keine größere Partei oder Gemeinschaft im Land dürfe ausgeschlossen werden, unterstrich Ban seinem Büro zufolge in dem Gespräch.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch die Festnahme führender Vertreter der Muslimbruderschaft angeordnet. Laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Mena wirft die Strafverfolgungsbehörde Parteichef Mohammed Ba die und anderen Spitzenfunktionären Anstiftung zu Gewalt vor. Tagelange Massendemonstrationen von Millionen Ägyptern und der Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor gut einer Woche durch das Militär haben das Land tief gespalten.

Der UN-Generalsekretär rief zu einem friedlichen Dialog auf, an dem alle Teile des politischen Spektrums in Ägypten teilnehmen müssten. Ban erinnerte in seinem Telefonat Außenminister Amr an die internationalen Verpflichtungen seines Landes. Die ägyptische Führung müsse auch die Rechte auf freie Meinungsäußerung und auf Versammlungsfreiheit respektieren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich verstehe nicht die Besorgnis und Rücksicht gegenüber diesen Muslimbrüder. Es handelt sich um terroristische Vereinigungen die ihr Volk mit Gewalt und Rücksichtslosigkeit zurück ins Mittelalter wollen. Sollte man diese Gruppen nicht massive verbieten und deren Führer schnellstens wegsperren?

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