Banken-Krise
EU genehmigt milliardenschwere Staatshilfen für Hypo Alpe Adria

Der Streit ist beendet: Die Wettbewerbshüter Europas haben milliardenschwere Staatsbeihilfen Österreichs für die kriselnde Hypo Alpe-Adria-Bank genehmigt. Auch der Zukunftsplan Wiens für die Bank bekommt ihren Segen.
  • 2

Brüssel/ WienÖsterreich durfte und darf weiterhin die kriselnde ehemalige BayernLB-Tochter Hypo Alpe-Adria-Bank International mit Milliardenbeträgen unterstützen. Dies genehmigten die obersten Wettbewerbshüter Europas am Dienstag in Brüssel nach einer Prüfung des Falls. Zudem billigte die Brüssler Behörde der in Südosteuropa aktiven Bank zwei Jahre mehr Zeit als geplant zu, um ihre Balkan-Töchter zu verkaufen.

Damit geht ein langwieriger Streit zwischen Wien und Brüssel um den Umgang mit der Bank zu Ende.

Die ehemalige Kärntner Landesbank hatte sich für Bayern wie Österreich als Milliardengrab entpuppt: Nach der Übernahme 2007 gab die BayernLB ihren teuren Fehlkauf 2009 an Österreich zurück, wo die Krisenbank notverstaatlich wurde. Bis Ende 2012 flossen rund drei Milliarden Steuergeld hinein, weitere Hilfen gelten als wahrscheinlich.

Die Zukunft soll darin bestehen, die rentablen Teile zu verkaufen und die restlichen Teile abzuwickeln. Mit der BayernLB gibt es um die Rückzahlung gewährter Milliardenkredite mehrere Gerichtsverfahren.

„Die EU-Kommission hat dem von uns vorgelegten Restrukturierungsplan zugestimmt, die Beihilfen, die wir in der Vergangenheit gewährt haben, sind rechtskonform. Gleichzeitig erlaubt uns die Kommission, weitere Beihilfen zu gewähren, sofern wir die Restrukturierung der Bank bis Mitte 2015 schaffen“, sagte Österreichs konservative Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) am Dienstag. Nun könne der Staat mittelfristig den geordneten Rückzug bei der Hypo antreten.

Seite 1:

EU genehmigt milliardenschwere Staatshilfen für Hypo Alpe Adria

Seite 2:

Horrorszenario über 16 Milliarden Euro

Kommentare zu " Banken-Krise: EU genehmigt milliardenschwere Staatshilfen für Hypo Alpe Adria"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • genau! und gerade desswegen kommt nun das OMT in unbegrenzter höhe ohne Sicherheiten und Auflagen. die Risiken landen jeweils mit 29,4% bei der EZB für die der Steuerzahler haftet. die gesetze zur Zwangsenteignung hat die FDP schon im Februar schreiben lassen.


  • Die Doppelmonarchie beginnt das Spiel weiterer Bankenrettung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%