Banken-Stresstest: Italiens Notenbanker setzen auf Staatshilfen

Banken-Stresstest
Italiens Notenbanker setzen auf Staatshilfen

Die italienische Notenbank hat sich für staatliche Hilfen für die heimische Finanzbranche ausgesprochen. Denkbar seien steuerliche Erleichterungen oder staatliche Garantien für mit faulen Krediten abgesicherte Papiere.
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MailandDie italienische Notenbank hat direkte staatliche Unterstützung der heimischen Finanzbranche beim Abbau fauler Kredite ins Gespräch gebracht. Die Geldhäuser müssten Problemkredite verkaufen, um Mittel zur Finanzierung der Realwirtschaft aufbringen zu können, sagte Zentralbankchef Ignazio Visco am Samstag auf einer Konferenz in Mailand.

Der Staat könne ihnen dabei unter Berücksichtigung der EU-Regeln direkt unter die Arme greifen. So seien Steuererleichterungen oder staatliche Garantien für mit faulen Krediten abgesicherte Wertpapiere denkbar. Die italienischen Geldhäuser ächzen unter Problemkrediten von insgesamt mehr als 180 Milliarden Euro.

Beim jüngsten Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten Italiens Banken am schlechtesten abgeschnitten. Geldinstitute wie Monte Paschi und Carige müssen noch immer große Kapitallöcher stopfen. Das verlangt die EZB, die seit November die größten Geschäftsbanken der Euro-Zone überwacht.

Italiens Zentralbankchef Visco, der im EZB-Rat sitzt, forderte von den Instituten seines Landes mehr Effizienz auch durch eine Konsolidierung der Branche: „Es gibt Raum für Fusionen und Übernahmen, um Konzernstrukturen zu straffen und Arbeitsabläufe zu modernisieren”, sagte Visco.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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