Bankenhilfe
Spanien nennt seine Grenze für die Bad Bank

Während der Spekulationen darum, ob sich Spanien unter den Euro-Rettungsschirm flüchten wird, konzentriert sich das Land auf Bankenhilfen. Am Mittwoch teilte es mit, welches Limit es seiner Bad Bank setzen wird.
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MadridSpanien bereitet den Weg für Bankenhilfen der Euro-Partner. Das hoch verschuldete Land erklärte am Mittwoch, die sogenannte Bad Bank werde maximal ein Volumen von 90 Milliarden Euro haben.

Die Begrenzung gilt als Voraussetzung für die Auszahlung der Milliarden-Hilfen, auf die sich die Regierung in Madrid im Juni mit den Euro-Partner grundsätzlich geeinigt hatte. Die endgültige Größe dürfte deutlich geringer als das anvisierte Maximalvolumen ausfallen, hieß es in Kreisen des Wirtschaftsministeriums.

Geldhäuser können ihre faulen Papiere künftig an die Bad Bank auslagern. Dies soll für einen bestimmten Preis geschehen, den die spanische Zentralbank festlegen soll. Im Gegenzug für die Assets sollen die Banken Bargeld, Schuldtitel oder Aktien erhalten.

Seit der jahrelange Immobilienboom in Spanien vor vier Jahren jäh endete, wächst der Berg an faulen Darlehen stetig. Das Land befindet sich in einer tiefen Rezession. Spekuliert wird, ob Spanien als gesamtes Land unter den Euro-Rettungsschirm flüchten muss.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bankenhilfe: Spanien nennt seine Grenze für die Bad Bank"

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  • Bankverantwortliche in ganz Europa die unverantwortliche Kreditvolumina vergeben gehören mit Gefängnis bestraft. Die Gesetzgebung muss zwingend geändert werden. Es geht nicht an, dass sich z.B. ein gewisser Herr Funke aus Recklinghausen(HRE-Bank/Deutschland) letztendlich auf Staatskosten prägnanter Weise auch noch in Mallorca seinen Hintern vergolden lassen will. Was die bonigeilen Banker in Europa angerichtet haben gehört endlich vor den Kadi!

  • Jedem halbwegs gebildeten Menschen war bei Betrachtung der extremen Immobilienausweitung in Spanien schon vor 8-10 Jahren klar, dass diese unkontrollierte Bautätigkeit einschließlich der Kreditvergaben im totalen Chaos enden werden.

    Die „Schuld tragen alleine die Banken in Spanien“, die die Kredite für diesen Unsinn zur Verfügung gestellt haben.

    Es ist an der Zeit, dass Bankdirektoren zumindest in Europa mit langjährigen Gefängnisstrafen für ihre leichtfertigen und vollkommen verantwortungslosen Kreditvergaben bestraft werden. Die Gesetze müssen in ganz Europa geändert werden. Hier ist Handlungsbedarf durch CDU, SPD, Grünen etc.

    Nur unfähige Politiker in Spanien, Brüssel bzw. in Europa konnten diesem Treiben untätig zuschauen und haben sich selbst disqualifiziert, weiterhin als Politiker einer Partei oder in einem Amt tätig zu sein. Auch deutsche Politiker haben untätig zugesehen und somit sich mitschuldig gemacht.

    Wir alle in Europa kennen die Namen dieser Leute, in der freien Wirtschaft hätte man sie fristlos entlassen.

    Nur in der Politik können Unfähige jahrelang überleben und sogar auf Kosten des Bürgers eine gesicherte Rente beziehen und werden gelegentlich an Parteitagen sogar noch geehrt.

    Unglaublich, dass dieses Politik-System in einer Demokratie ohne gerichtliche Bestrafung am Leben erhalten wird.

    Das von Spanien angedachte Volumen von maximal 90 Milliarden Euro wird niemals ausreichend sein.

  • Wie bei jeder Unternehenssanierung wäre auch bei den spanischen Banken -neben der Anpasssung des Geschäftsmodells- erforderlich
    - die bisherigen Eigentümer (Kapitalschnitt)
    - die nachrangigen Gläubiger (Forderungsausfall)
    - ggf. auch die unbesicherten Gläubiger
    angemessen am entstandenen Schaden zu beteiligen.

    Eine Kapitalzufuhr ohne sehr harte Schnitte oder die Übernahme wertloser Assets in ein staatliches "Sanierungsvehikel"/ Bad Bank sind keine sinnvolle Bankenrettung.

    Den Schaden haben diejenigen zu tragen, die jetzt engagiert sind, nicht jedoch die Retter. Ich fürchte jedoch, bei der fehlenden Fachkompetenz unserer Politiker wird dabei wieder mal der Schaden für den Steuerzahler maximiert, während die bisher Beteiligten weitgehend ungeschoren davonkommen...

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