Bankenhilfen
Finnland einigt sich mit Spanien auf Garantien

Finnlands Regierung hat sich mit Spanien auf die Zahlung von Garantien im Gegenzug für ihre Beteiligung am europäischen Hilfsprogramm für den spanischen Bankensektor geeinigt.
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HelsinkiSpanien gebe Garantien in Höhe von 40 Prozent des finnischen Beitrags zu dem Stabilisierungsprogramm, um damit die Risiken für die finnischen Steuerzahler zu begrenzen, teilte am Dienstag das Finanzministerium in Helsinki mit. Demnach entspricht die Einigung einem im Oktober 2011 getroffenen Abkommen mit Griechenland.

Nach Angaben des Finanzministeriums werden die spanischen Garantien von insgesamt 769,92 Millionen Euro nach und nach auf das Garantiekonto Finnlands gezahlt, so wie Spanien die Kredite aus Finnland erhält. Laut dem Fernsehsender YLE liegt der finnische Beitrag zum EU-Stabilisierungsprogramm insgesamt bei 1,9 Milliarden Euro. Madrid hatte im Juni offiziell bei der EU Hilfen von bis zu 100 Milliarden Euro zu Stabilisierung seines angeschlagenen Bankensektors beantragt.

Finnlands Finanzministerin Jutta Urpilainen hatte damals angekündigt, ihr Land wolle im Gegenzug für eine Unterstützung des Bankensektors Anteile gesunder spanischer Banken haben. Bereits bei den Rettungspaketen für Griechenland hatte Finnland eine harte Haltung vertreten. Ministerpräsident Jyrki Katainen begrüßte am Dienstag die mit Spanien erreichte Einigung, die das finanzielle Risiko für Finnland begrenze. Er äußerte die Hoffnung, dass das Parlament das Abkommen, das ihm am Mittwoch vorgelegt werden sollte, rasch verabschiede.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bankenhilfen: Finnland einigt sich mit Spanien auf Garantien"

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  • Das hat nichts mit Clever zu tun. Das ist normal. Wenn Man ein Haus finanziert, werden immer diese Prinzipien angewandt.

    Wenn es hier eine Feststellung zu treffen gilt, dann doch die, dass unsere Regierung und auch unser Parlament sich ausgesprochen unfähig verhält. Sie betrachten offensichtlich Steuergeld nicht wie eigenes Geld und Glauben, dass Geld wie ihre Diäten allmonatlich einfach neu gedruckt wird.

    Auch bei uns muss sich etwas ändern. Die Abgeordneten müssen es selbst fühlen können. Das wäre z.B. Dann der Fall, wenn die Schuldigen an der Finanzkrise, sprich die Politiker, mit ihren Diäten und Pensionen haften müssten. Kein Stimmrecht ohne Verantwortung!

  • Sonderbare Sache. Spätestens dann, wenn Spanien einigen Ländern 100% ihres Anteils an Sicherheiten überweist, wird es wohl keine Gegenstimmen mehr geben können. Vermutlich müssten Leute wie DFB-Nationaltrainer Joachim Löw, Dieter Bohlen und Michelle Hunziker in TV-Werbespots sagen: "Der Euro ist Wahnsinn, die Eurozone ist Wahnsinn!" damit das deutsche Volk begreifen würde.

    Dipl.-Kfm. Winfried Sobottka

  • Das muss man den Finnen bescheinigen. Sie sind Clever! Die geben nur Kredit gegen Sicherheiten. Und was machen unsere gelernten Dummköpfe?

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