Bankenkrise
AIG soll Steuerzahler entschädigen

Die US-Regierung greift durch: Finanzminister Timothy Geithner will den Versicherer AIG zwingen, den Steuerzahler für Millionen-Prämien an seine Mitarbeiter zu entschädigen.

HB WASHINGTON. Dies kündigte der Minister in einem Brief an den Kongress an. Zudem würden die Boni von einer zugesagten Finanzspritze von 30 Mrd. Dollar abgezogen.

Die Regierung hat AIG mit insgesamt rund 180 Mrd. Dollar mehrmals vor dem Aus bewahrt. Für das desaströse Jahr 2008 zahlte AIG dennoch am Sonntag insgesamt 165 Mio. Dollar an Boni aus. Die darauf folgende Empörung darüber hat die Regierung im Kongress wie in der Öffentlichkeit unter Druck gesetzt. AIG hat dagegen erklärt, der Konzern sei zur Zahlung dieser bereits zugesagten Prämien verpflichtet.

In der Bonusaffäre hat unterdessen US-Präsident Barack Obama Finanzminister Geithner das Vertrauen ausgesprochen. Der Präsident sei auch zufrieden mit der Unterrichtung über die anstehenden Bonuszahlungen, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs. Geithner informierte mehrere hohe Beamte im Weißen Haus am vergangenen Donnerstag über die Bonuszahlungen bei AIG. Die Beamten informierten Obama noch am gleichen Tag, wie aus einem vom Weißen Haus veröffentlichten Zeitplan hervorgeht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%