Bankenrettung
Spanien greift Sparern unter die Arme

Zehntausenden Kleinanlegern soll geholfen werden: Spaniens Vize-Regierungschefin Soraya Saenz will Opfer von risikoreichen Schuldpapieren per Gesetz entschädigen. Sie sollen im Austausch reguläre Bankaktien erhalten.
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Spanien greift seinen leidgeprüften Sparern unter die Arme. Vize-Regierungschefin Soraya Saenz kündigte am Freitag an, Zehntausenden Kleinanlegern zu helfen, denen risikoreiche Banken-Schuldpapiere verkauft worden seien. Diese Vorzugsaktien würden nun durch Bankaktien ausgetauscht. Um die Transaktion zu ermöglichen, werde der Banken-Sanierungsfonds Frob zusätzliche Liquidität zur Verfügung stellen.

Wirtschaftsminister Luis de Guindos rief die sattelfesten Geldhäuser dazu auf, in den Fonds zusätzliche Mittel einzuschießen. Es gehe um bis zu zwei Milliarden Euro.

Ein entsprechendes Dekret für die Entschädigung der Sparer habe die Regierung am Freitag verabschiedet, sagte Saenz. Es gehe um Investitionen in verstaatlichte Finanzinstitute, deren Anteile derzeit nicht an der Börse gehandelt werden. Bisher hatte Spanien nach einem Weg gesucht, die Besitzer von Vorzugspapieren dieser Geldhäuser für Verluste zu entschädigen.

Europa hat Spanien im vergangenen Jahr 41 Milliarden Euro für die Rettung seiner Banken zur Verfügung gestellt. Die Branche leidet weiterhin unter den Auswirkungen der geplatzten Immobilienblase 2008 mit einer hohen Zahl fauler Kredite. Eine Reihe von Geldhäusern ist geschlossen worden. Komplett verstaatlicht sind drei Finanzinstitute. Ziel ist es, Bankia, Catalunya Banc und NCG Banco zu verkaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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