Lange schon dauert das Elend Detroits, jetzt hat der Gouverneur von Michigan die Notbremse gezogen: Die einst blühende Auto-Metropole hat Bankrott erklärt. Es ist die größte Pleite einer Stadt in der US-Geschichte.

Kommentare

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  • Jetzt? 2013? melden die Pleite an?....Sorry aber ich war vor 8 Jahren ca. dort und dachte ich bin im Irak gelandet. Ganze Viertel, kompleet menschenleer und verrottet, hier und da brennt mal ein Haus welches man einfach brennen lässt weil sich das löschen nicht lohnt. Drogenfuzzies an jeder Ecke, Schiessereien alltäglich....

    Sorry aber die waren seit x JAhren schon mehr als nur pleite...dass das jetzt 2013 kommt, gleicht einem Witz.

  • Ach ich denke nicht dass man das in den USA so tragisch sieht - Altes geht und zerfällt, und irgendwo entsteht Neues.

    Es gibt dort auch Nostalgie, aber Pragmatismus ist dann doch beherrschender.

  • Was sind denn schon 18,5 Milliarden Dollar Schulden...,
    Berlin hat 62 Milliarden EURO davon!!!
    Die Berliner werden aber nicht verhungern, denn diese (...)Mischpoke wird vom Rest der BRD durchgefüttert!!!
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Der Bericht erzeugt Wehmut. Wehmut, weil ein Symbol, ein Leuchtturm für viele strebsame Menschen in aller Welt gestürzt ist. Selbst die technischen Hochschulen der DDR mussten immer wieder auf die bahnbrechenden Entwicklungen aus dieser Stadt hinweisen. Die historische Größe bleibt, auch wenn die Zukunft düster ist. Sie ist düster, weil die unvergleichlichen Rahmenbedingungen der aufstrebenden USA heute fehlen. Während die politischen Väter des Aufstiegs zur führenden Wirtschaftsmacht die Ressourcen des Landes einsetzten, um damit Fleiß und Strebsamkeit der Bevölkerung erfolgreich zu höchster Effizienz zu führen, vergeuden die Administrationen den Reichtum des Landes durch Ausgaben, die sich nicht rechnen. Dazu gehörten die substanzauszehrenden Kriegslasten durch Cheney und wohl auch die Datenmüllsammlungswut des Obama. Freunde aus der USA beklagen den dadurch bedingten Niedergang der Infrastruktur. In den beiden Parteien gibt es kaum noch öffentlich wahrnehmbare Stimmen, die die Rückbesinnung auf die einst vom know how getrieben Handelsnation als wichtigstes Ziel vermitteln. Der Kern des einstigen Patriotismus wurde preis gegeben. Die Besinnung auf den Wettbewerb kann nicht durch Abgreifen fremder Unternehmensdaten ersetzt werden. Wir Europäer sollten diese Selbstzerlegung nicht mit Häme aus kurzfristigen Wettbewerbsinteressen sehen, sondern mit Besorgnis die Folgen für den globalen Handel sehen. Handelspartner müssen über Guthaben, statt über erdrückende Schulden verfügen. Während der letzten Wahlen konnten sich leider jene Kräfte nicht durchsetzen, die eine Rückkehr zur realwirtschaftsgetriebenen Leistungsgesellschaft forderten und die Ressourcen des Landes für diesen vitalen Zweck einsetzen wollten. Die Zukunft der USA wird nicht mit Drohnen und Datenmüllsammlungen entschieden, sondern mit volkswirtschaftlichem Fortschritt. Das Umsteuern muss die Politik durchsetzen; viel Zeit hat sie dafür aber nicht.

  • Wenn es Ihnen in Deutschland nicht gefällt, steht es Ihnen frei, in das Paradies China auszuwandern! Dass asiatische Produkte per se besser sind, halte ich für ein Gerücht. Unser Land wird durch die Politik schon genug heruntergerwirtschaftet, umso schlimmer ist es, dass sich zu viele Antifa-Möchtegerns dies auch noch herbeisehnen, und dabei zu 90% aber von eben diesen Staat durchgefüttert werden.

  • Detroit, die große, alte Autostadt, hat Konkurs angemeldet. Überraschung?! Das hat nicht viel mit PRISM, aber viel mit verschlafener, linker Sozial- und Technologiepolitik zu tun. Einer der Gründe für den Konkurs: Die Stadt muss mehr als 20% ihres Budgets für die Zinsen an Banken für ihre Schulden aufwenden. Am anderen Ende der Welt gibt es die Städte Hiroshima und Nagasaki. Wer meint, es stünden dort nur schwarz verkohlte Trümmer des atomaren Holocaust, irrt. Im Gegenteil: Google Maps/Earth erlauben den Blick auf blühende Wirtschaftsmetropolen. Die haben allerdings keine Sozialpolitik, wie Detroit.
    Ach, Sie meinen - das ist alles weit weg? Ich weiß ja nicht, ob sie es schon wussten: 2014 wird das Opel- Werk in Bochum schließen. (BOCHUM?! War das nicht diese wohlhabende Stadt, die dem Wirtschaftskriminellen Steinbrück 25.000 € für seinen Vortrag zahlte?! Na, die scheinen es ja zu haben!) Bochum wird sich für die zukünftigen Hartz IV Empfänger weiter verschulden müssen. Detroit, here we go!
    Den technologischen Anschluss ans 21. Jahrhundert habe ich dort allerdings noch nicht verorten können. Möchte vielleicht jemand ein IT- Unternehmen dort gründen? Arbeitsplätze gibt´s dort ja... Duisburg hatte immerhin die Love- Parade, und Oberhausen das Warner- Brothers- Zentrum. Tja, die Kultur...
    Was läuft schief in diesem Land?
    Und was kann ICH dagegen tun?

  • Nanana, Berlin ist doch ein ganz anderer Fall.
    Das hat ca. 100 Mrd. Schulden, und seinen Schwulen, und das ist gut so. Da zahlen wir doch gerne für, und schenken ihnen auch noch den 8., 9., und den 10. Flughafen. Macht auch nix, wenn einer davon nicht fertig wird, es sind ja genug da!

  • Machen wir uns nichts vor: das ganze Wirtschaftssystem ist ein Kartenhaus, was gerade Schrittweise in sich zusammenfällt. Detroit ist nur eines der esten Karten, die herausfallen.

    Mich wundert es, dass hier in D gerade Leute, die aus der Automobilindustrie und deren Zulieferer immer noch groß tönen, dass ihre Jobs sicher seien und der Absatz solide in den kommenden Jahren ist.

    man braucht nur logisch weiterzudenken und sich die Faktenlage in Europa anschauen. Wo bitte soll in der mittleren Zukunft eine Nennenswerte Nachfrage nach Neuwagen kommen??

    Der Absatz der letzten Jahre, war vor allem den Ersparnissen der älteren Generation zu verdanken und diese fährt jetzt eben mit diesen Autos noch locker 5 Jahre und mehr herum.
    Die jüngere Bevölkerungsschicht muss sich mit prekären Jobverhältnissen und steigenden Lebenshaltungskosten herumschlagen. Wo also soll der künftige Absatz herkommen?

    Europa ist Pleite, also daher auch nicht.


    Wahrscheinlich ist es das beste, einen großflächigen Bankrott /Schuldenschnitt) durchzuziehen, damit erstmal die Zinslasten entschärft werden. Aber vor diesem natürlichen Vorgang, wie jetzt in Detroit, haben die jetztigen Geldeliten Angst, da sie bei wegfallenden Forderungen auf Zinsen, ihre Macht verlieren und vielleicht sogar noch wieder ehrlich arbeiten müssen!

    Detroit ist nur ein kleiner Vorgeschmack. Bald sind die Autohochburgen WOB, H, BS dran!!!

  • Ach kommen Sie, Bevölkerungsschwund in Detroit gibt es seit 60 Jahren. Das Problem von Detroit ist nicht die Autoindustrie, sondern die Politik. Wenn über Jahrzehnte hinweg mehr Geld ausgegeben als eingenommen wird, dann steht am Ende eine Pleite. Zwangsweise und unvermeidbar.

    Der sozialistische Traum ist es ja, dass jemand anders die Rechnung zahlt. In Detroit haben halt die anderen 'nö' gesagt.

    Das ganze ist kein Vorgeschmack auf WOB, H, BS oder sonstwo, sondern ein Vorgeschmack auf Hamburg, Berlin dem Ruhrpott oder generell den europäischen Wohlfahrtsstaaten. Irgendwann wird die arbeitende Bevölkerung der nicht arbeitenden Bevölkerung mitteilen, dass die "Solidar"leistungen nicht mehr kommen.

    Der Fehler ist nicht die Autoindustrie, sondern das viel zu lange "solidarisch" gehandelt wurde und so die Politik weiterhin sozialistisch träumen durfte.

  • Das US-System ist eindeutig besser, als das Deutsche!!!

    Wenn in den Vereinigten Stadt eine Stadt, ein Bundesland aus irgendwelchen Gründen seine Aufgabe nicht mehr erfüllen kann, geht es pleite und wird abgewickelt.

    In Deutschland hingegen werden NICHT die entsprechenden Konsequenzen gezogen und weiterhin ständig Geld in bankrotte Stadte gesteckt. Dieses Geld ist unvermeidlich weg, da auch die entsprechenden Stadtverwaltung keinen Handlungsdruck verspüren.

    Oder in einfachen Worten:
    Berlin ist pleite, kann aber nicht pleite gehen.
    Und die Zeche zahlt, die Verkäuferin mit ihren Lohnsteuer.

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