Bankstudie

Neun Optionen für Athens Rettung

Die Euro-Finanzminister müssen für Griechenland eine Lösung finden, die das Land trotz Rezession und wachsender Schuldenlast nicht in die Pleite treibt. Die Commerzbank zeigt einen Weg auf. Billig wird es nicht werden.
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Akropolis in Athen. Quelle: dapd

Akropolis in Athen.

(Foto: dapd)

BerlinDie Europartner sind fest entschlossen, Griechenland nicht pleitegehen zu lassen. Frisches Geld soll aber erst fließen, wenn auch die Schuldentragfähigkeit des Landes wiederhergestellt ist. Im Klartext heißt das: Bevor Griechenland ein weiteres, drittes Hilfsprogramm bekommt, muss die Troika dem Land attestieren, dass es seine Schulden langfristig bedienen kann. Das aber wird sie nach Einschätzung von Commerzbank-Experten nicht tun. Doch gebe es andere Möglichkeiten, das Land vor dem Absturz zu bewahren.

„Die griechischen Staatsschulden drohen gemessen am Bruttoinlandsprodukt 2020 deutlich über die geforderten 120 Prozent hinauszuschießen“, heißt es in einer Handelsblatt Online vorliegenden Studie der Commerzbank. Zum einen entwickele sich das nominale Bruttoinlandsprodukt Griechenlands, der Nenner der Schuldenquote, schlechter als bislang angenommen. Zum anderen würden die Staatsschulden schneller steigen, weil die Staatengemeinschaft Griechenland mehr Zeit gegeben habe, vor Abzug der Zinszahlungen einen Haushaltsüberschuss zu erzielen.

„Alles in allem“, resümieren die Ökonomen der zweitgrößten deutschen Bank, „wird das Verhältnis von Staatsschulden zu nominalem Bruttoinlandsprodukts 2020 bei 146 Prozent liegen, und nicht wie geplant bei 120 Prozent.“

Gibt es dennoch eine Chance, das Krisenland zu retten? Die Commerzbank-Experten sind überzeugt, dass es gelingen kann, die Schuldentragfähigkeit Griechenlands zumindest auf dem Papier wieder herzustellen. Dazu können die Finanzminister der Euro-Zone an verschiedenen Stellschrauben drehen, wie der folgende Überblick zeigt:

(1) Änderung der Definition von Tragfähigkeit
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12 Kommentare zu "Bankstudie: Neun Optionen für Athens Rettung"

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  • Die Öffnung der abgeschotteten Berufe (Taxifahrer, Spediteure, Apotheken, Makler, Buchalter etc.) ist ins Stocken geraten. Sie würde zu mehr Beschäftigung führen. Die EU könnte bei Öffnung dieser Berufsgruppen Existenzgründer-Darlehn vergeben.

  • genau, war auch mein erster Gedanke: Wie hoch sind denn noch die Bestände der Commerzbank an Griechenlandanleihen?!!!?
    Griechenland braucht einen Schuldenschnitt um mittelfristig wieder halbwegs auf die Beine zu kommen, alles andere ist nur Politik zu Lasten der einfachen Bürger dort, denn die ganzen Hilfskredite versickern 1 zu 1 im Finanzsystem v.a. für Zinszahlungen

  • Vielleicht sollte die HB-Redaktion mal darauf hinweisen, dass die "Experten" von der Commerzbank, denen hier so viel Raum eingeräumt wird, nicht mal die Übernahme der Dresdner Bank zu einem vernünftigen Erfolg führen konnten. Die Commerzbank benötigte für diesen Deal, über den die Allianz-Manager sich heute noch schlapplachen, bekanntlich staatliche Hilfe. Und das Ergebnis ist trotzdem immer noch mehr als mager...

  • Die wichtigste Option hat die Coba vergessen: Reindustrialisierung. Aber nachdem es dabei nicht ums Geldrumschieben geht, sondern um intelligente Projekte (ich hätte da ein paar Konzepte), Schweiß und Arbeit läßt man davon am besten die Finger. Mit den Ärmeln aufkrempeln hat´s keiner. Weder Banker, noch Politiker noch Griechen.

  • Die Commerzbank - *lach* - steht selbst vor der Pleit und will anderen nun zeigen wie es geht? Lächerlich!

  • Völlig richtig. Nicht die Facts werden verändert, sondern die Darstellung unter Verheinlichung der Substanz. Im Volksmund heisst das Betrug.

  • Mit solchen Dingen kennt sich die Commerzbank bestens aus.

    Deren Spezialisten sollten sich mal besser darum kümmern, dem Staat endlich die vereinbarten Zinsen für das Kapital zu zahlen, das er ihnen nun schon seit einigen Jahren zur Rettung ihres Saustalls zur Verfügung stellt. Darum hat sich die Commerzbank nämlich bis heute erfolgreich gedrückt!

  • „dass es gelingen kann, die Schuldentragfähigkeit Griechenlands zumindest auf dem Papier wieder herzustellen. Dazu können die Finanzminister der Euro-Zone an verschiedenen Stellschrauben drehen…“

    Wo sind wir denn hier? Im Casino?
    Es ist UNSER Europa, UNSERE Zukunft, UNSER Einkommen, mit dem Ihr abgehobenen Politiker herumtrickst!
    Ich hoffe sehr, dass sich unsere Politiker eines Tages für das verantworten müssen, was sie da anrichten!
    Beim Lesen der Vorschläge, wie man es einrichten könnte, dass die europäischen Bürger doch noch weiter die Risiken der Banken und Versicherungen übernehmen und GR weiter gegen den Willen seiner Bevölkerung gerettet wird, wird mir schlecht.
    Und dass solche Vorschläge dann noch von einer BANK kommen – und zwar von einer der großen Gläubigerbanken – und sich wie selbstverständlich an die Exekutive und die Legislative richten, scheint in der Politik inzwischen ganz normal zu sein.
    Banken haben weder in der Regierung noch in unserem Parlament etwas zu suchen. Sie sind pure Lobbyisten, ihre Interessen sind NICHT die UNSRIGEN. Die Commerzbank hat in diesem Fall das Interesse, ihre Forderungen gegen GR nicht abschreiben zu müssen.
    UNSER Interesse aber ist das Ende der €-Rettung für GR, nicht die trickreiche Fortsetzung.

  • Wohlhabende Bürger Griechenlands besitzen ein Gesamtvermögen von nahezu 600 Mrd. Euro gegenüber der Verschuldung Griechenlands von 301 Mrd Euro. keine weiteren Hilfen für Griechenland von der EU, denn hier gibt es auch arme Leute, die nicht zur Kasse gehen wollen für Griechenland! Macht endlich Eure Reeder steuerpflichtig !

  • Deutschland haben Sie vergessen ;)

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