Banon-Vorwürfe
Strauss-Kahn von Pariser Justiz vernommen

Wegen den Vorwürfen der französischen Schriftstellerin Tristane Banon wurde Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn in Paris vernommen. Ob ein offizielles Verfahren eingeleitet wird, ist noch offen.
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ParisEx-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist am Montag im Zusammenhang mit Vorwürfen der französischen Schriftstellerin Tristane Banon (32) vernommen worden. Sie beschuldigt den 62-Jährigen eines Vergewaltigungsversuchs im Jahre 2003 - Strauss-Kahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und gegen sie eine Verleumdungsanzeige erstattet. Nach Angaben seiner Anwälte wurde er am Montag lediglich als Zeuge von der Justiz in Paris vernommen.

Die französische Staatsanwaltschaft entscheidet erst nach Abschluss der Vorermittlungen, ob sie ein offizielles Verfahren einleitet. Falls es sich ihrer Ansicht nach um sexuelle Belästigung handelt, wäre die mutmaßliche Straftat verjährt. Im Fall einer Verurteilung wegen versuchter Vergewaltigung droht Strauss-Kahn dagegen eine Haftstrafe von 15 Jahren.

Banon hatte sich am Wochenende über einen angeblichen Heldenempfang für Strauss-Kahn in seiner Heimat empört. Er war nach Einstellung eines Verfahrens gegen ihn am 4. September aus den USA zurückgekehrt, wo er am 14. Mai unter dem Verdacht der Vergewaltigung eines Zimmermädchens festgenommen worden war. Am Sonntag hatte es vor seiner Pariser Wohnung eine Protestaktion von mehreren Dutzend Frauen gegeben. Sie forderten, dass der sozialistische Politiker keine politischen Ämter mehr bekleiden sollte.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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