Bau der Sperranlage wird mit Hochdruck vorangetrieben
Israel will Arafat noch immer verbannen

Nach den Worten von Verteidigungsminister Schaul Mofas strebt Israel weiter die Verbannung des Palästinenserpräsidenten Jassir Arafat an.

HB TEL AVIV. „Israel wird den richtigen Zeitpunkt und den Weg für eine Ausweisung Arafats finden“, sagte Mofas am Montag in einem Interview mit dem israelischen Armeesender. Eine israelische Regierungsentscheidung zur Verbannung des Palästinenserführers sei immer noch gültig. Gleichzeitig verfolge man jedoch das Ziel einer einseitigen Abtrennung von Palästinensergebieten sowie die Stärkung pragmatischer Kräfte innerhalb der Autonomiebehörde mit dem Ziel eines künftigen Dialogs.

Der am Vortag begonnene Bau des südlichen Abschnitts der Sperranlage im Westjordanland solle bis Mitte kommenden Jahres abgeschlossen werden, sagte Mofas. Hinsichtlich des angekündigten Abzugs aus dem Gazastreifen sagte der Verteidigungsminister, israelische Truppen müssten möglicherweise im Grenzgebiet zu Ägypten verbleiben. Vermutlich könne man nur so auf Dauer den Waffenschmuggel in den Gazastreifen unterbinden.

Zu dem blutigen Doppelanschlag in der süd-israelischen Wüstenstadt Beerschewa vor knapp einer Woche sagte Mofas, Israel werde „überall gegen den Terror vorgehen - auch in Damaskus“. Der Verteidigungsminister hatte nach den Anschlägen mit 18 Toten gesagt, Syrien sei mitverantwortlich für die Taten.

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