Bayrou und Royal gleichauf
Spannendes Rennen um französische Präsidentschaft

Sieben Wochen vor der Präsidentenwahl in Frankreich hat der Zentrumspolitiker François Bayrou erstmals mit der sozialistischen Kandidatin Ségolène Royal gleichgezogen. Beide würden nach einer Ufrage des IFOP-Instituts in der ersten Runde 23 Prozent der Stimmen erhalten.

HB PARIS. Der Konservative Nicolas Sarkozy könnte am 22. April mit 28 Prozent rechnen, heißt es in der Umfrage für die Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“. Die Meinungsforscher wollten auch wissen, wie sich die Stimmen verteilen, falls der Rechtsextremist Jean-Marie Le Pen nicht die notwendigen 500 Unterschriften von Mandatsträgern für eine Kandidatur zusammenbekommt und nicht antreten kann. In dem Fall läge der UDF-Vorsitzende Bayrou mit 25 Prozent sogar einen Punkt vor Royal. Innenminister Sarkozy von der Regierungspartei UMP käme auf 34,5 Prozent. Nach dem Wahlverhalten in der Stichwahl am 6. Mai wurde nicht gefragt.

Bayrou hat in den vergangenen Wochen spektakuläre Gewinne in den Umfragen verzeichnet. Der frühere Erziehungsminister hatte bei der Präsidentschaftswahl 2002 lediglich 6,8 Prozent erzielt. Er verteidigte anschließend die Unabhängigkeit seiner zentristischen UDF, von der sich ein Flügel unter Führung des derzeitigen Außenministers Philippe Douste-Blazy der bürgerlichen Sammlungspartei UMP anschloss.

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