BBC: El Kaida späht Flughafen aus
Terrorwarnung für Saudi-Arabien

Die britische und die US-Regierung haben wegen Terrorgefahr vor Reisen nach Saudi-Arabien gewarnt. Die Terrororganisation El Kaida hat nach einem Bericht der BBC den Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad im Visier.

HB/dpa LONDON/WASHINGTON. Ein Reporter des britischen Senders berichtete am Donnerstag, die Behörden des Landes hätten Washington und London gewarnt, in Riad startende oder landende britische Flugzeuge könnten Ziel von Anschlägen sein.

Unter Berufung auf saudische Stellen hieß es bei der BBC, El- Kaida-Sympathisanten spähten den Flughafen von Riad aus. Es gebe „glaubwürdige“ Hinweise auf mögliche Anschläge gegen westliche Ziele, darunter auch Flugzeuge, teilte das US-Außenministerium in einer Erklärung mit.

Die Fluggesellschaft British Airways (BA) hat bereits am Mittwoch alle Flüge nach Saudi-Arabien auf unbestimmte Zeit eingestellt. Ein Sprecher des britischen Verkehrsministeriums sprach von „Geheimdienstinformationen über eine ernsthafte Bedrohung für britische Flugzeuge in Saudi-Arabien“. Das Außenministerium in London empfahl britischen Staatsbürgern, auf nicht unbedingt notwendige Reisen in das Land zu verzichten.

Erst vor wenigen Tagen hatte die „New York Times“ berichtet, die US-Regierung fürchte Anschläge mit mobilen Boden-Luft-Raketen auf Flugzeuge. US-Geheimdienste gingen davon aus, dass das Terrornetzwerk El Kaida Dutzende wärmesuchender schultergestützter Raketen habe.

BA hatte wegen ähnlicher Terrorwarnungen bereits im Mai auf Weisung der Regierung alle Flüge nach Kenia gestrichen. Die Fluggesellschaft darf zwar Nairobi seit Ende Juni wieder anfliegen, nicht jedoch die Touristenhochburg Mombasa.

Am Mittwoch wurde gegen einen britischen Staatsbürger Anklage erhoben, der eine russische Boden-Luft-Rakete in die USA geschmuggelt hatte. US-Präsident George W. Bush begrüßte die Festnahme des Mannes. Dies sei ein „gutes Zeichen“ für das Funktionieren der von der US- Regierung getroffenen Anti-Terror-Maßnahmen. Amerika sei noch immer „ein sicherer Ort zum Fliegen“. Die US-Justizbehörden sprachen von einem „unglaublichen Triumph“ im Krieg gegen den Terrorismus.

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