Bedingungen nicht erfüllt
Wichtigste Sunniten-Partei Iraks will nicht zur Wahl antreten

Wegen der anhaltenden Gewalt will die wichtigste Sunniten-Partei im Irak nicht bei der für Ende Januar geplanten Wahle antreten.

HB BAGDAD. „Wir ziehen uns zurück“, sagte der Vorsitzende der Irakisch- Islamischen Partei, Mohsen Abdel Hamid, am Montag vor Journalisten. „Wir rufen nicht zu einem Wahlboykott auf“, fügte er hinzu. Die Partei habe ihre Teilnahme jedoch an bestimmte Bedingungen geknüpft, die nicht erfüllt worden seien. Die Partei hatte zuvor mit einem Boykott der für den 30. Januar geplanten Parlamentswahlen gedroht, sollte die Abstimmung nicht um bis zu sechs Monate verschoben werden. Nur so könne sichergestellt werden, dass jeder Wahlberechtigte auch seine Stimme abgeben könne.

Die Gewalt in den sunnitischen Regionen im Norden und Westen des Iraks hat Befürchtungen geschürt, potenzielle Wähler könnten aus Angst vor Angriffen und Anschlägen den Gang an die Urnen scheuen und zu Hause bleiben.

Für die Wahl, bei der die Iraker über die Zusammensetzung ihres künftigen Parlaments entscheiden sollen, hatte die Partei eine Liste mit 275 Kandidaten zusammengestellt. Das Parlament soll später eine Verfassung für den ölreichen Golf-Staat ausarbeiten und eine Regierung bestimmen. Seit dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten im vergangenen Jahr und dem Sturz von Präsident Saddam Hussein wird der Irak von einer US-gestützten Übergangsregierung geführt.

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