Befragungen abgeschlossen
Wolfowitz unter Druck

In der Affäre um die umstrittene Beförderung seiner Freundin Shaha Riza gerät Weltbank-Chef Paul Wolfowitz zunehmend unter Druck. Der frühere Vorsitzende des Weltbank-Ethikausschusses hat ausgesagt, Wolfowitz habe bei der Beförderung wissentlich die Verhaltsrichtlinien des Instituts missachtet.

HB WASHINGTON. Der frühere Vorsitzende des Weltbank-Ethikausschusses hat dem Chef der Institution, Paul Wolfowitz, die Missachtung von Verhaltensrichtlinien bei der umstrittenen Beförderung seiner Freundin vorgeworfen. Wolfowitz habe es abgelehnt, die Entscheidung über den Fall seiner damals bei der Bank angestellten Freundin Shaha Riza an einen seiner Stellvertreter abzugeben, sagte Ad Melkert einem Untersuchungsausschuss der Bank. „Im Widerspruch zu den Vorschriften bestand Herr Wolfowitz' Vorschlag ausdrücklich darauf, berufliche Kontakte mit Frau Riza zu unterhalten“, erklärte Melkert.

Bei dieser Auffassung sei der Weltbank-Chef auch geblieben, nachdem er „widerwillig“ dem Rat des Ethikausschusses gefolgt sei. „Herr Wolfowitz hat also in Abrede gestellt, dass die allgemeinen Verhaltensregeln für seinen speziellen Fall gelten sollten“, sagte Melkert. Wolfowitz selbst hat dagegen stets betont, dem Rat des Ausschusses gefolgt zu sein.

Das Direktorium der Weltbank erklärte, es habe seine Befragungen zu der Affäre abgeschlossen und werde nun einen Bericht dazu erstellen. „Die Exekutivdirektoren bleiben sehr besorgt über die Auswirkungen auf die Arbeit der Bank und setzen sich für die frühestmögliche Beilegung der Angelegenheit ein“, hieß es in der Erklärung weiter.

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