Befreiung von US-Geiseln gescheitert
Obama will „unnachgiebig den Krebs entfernen“

US-Präsident Obama ist entsetzt über die Hinrichtung des Journalisten James Foley durch die IS-Extremisten. Die USA hatten offenbar erst kürzlich versucht, ihn zu befreien. Doch die dramatische Rettungsaktion scheiterte.
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Martha's Vineyard/Bagdad/London/BerlinUS-Präsident Barack Obama hat die Enthauptung eines US-Reporters durch islamistische Terroristen mit ungewöhnlich scharfen Worten verurteilt. Der Tod von James Foley „schockiert das Bewusstsein der gesamten Welt“, sagte Obama am Mittwoch an seinem Urlaubsort Martha's Vineyard in Neuengland. Die Islamisten hätten „keine Wertschätzung für menschliches Leben“.

Der Präsident kündigte eine Fortsetzung der Luftschläge gegen die Terroristen im Irak an. Die USA würden weiterhin alles tun, um ihre Bürger zu beschützen. „Wir werden wachsam sein. Wir werden unnachgiebig sein“, erklärte Obama. Der Kampf gegen die Miliz müsse von der internationalen Gemeinschaft getragen werden. „Es muss eine gemeinsame Anstrengung geben, den Krebs zu entfernen, damit er sich nicht ausbreitet.“

Für die Terroristen des Islamischen Staates (IS) gebe es „keinen Platz im 21. Jahrhundert“, sagte Obama. „Sie entführen Frauen und Kinder und setzen sie der Folter und Vergewaltigung aus“. Dabei machten sie auch vor Muslimen nicht halt. „Sie sprechen für keine Religion. Kein Glaube lehrt die Menschen, Unschuldige zu massakrieren.“

Gescheiterter Rettungsversuch der Geiseln

Die Terroristen hatten ein Video veröffentlicht, das den Tod des seit 2012 in Syrien vermissten Reporters zeige. Die US-Regierung hält das Video für echt. Die Terroristen drohen mit dem Tod weiterer Amerikaner, falls die USA ihre Luftschläge gegen die IS im Irak nicht einstellen sollten. Nach den USA, Großbritannien und Frankreich kündigten weitere Verbündete Rüstungslieferungen an.

Wie das Weiße Haus und das Pentagon am Mittwoch mitteilten hätten die USA erst kürzlich vergeblich versucht, US-Geiseln aus den Händen der Dschihadistengruppe in Syrien zu befreien, darunter James Foley. Die gescheiterte Rettungsmission sei in diesen Sommer erfolgt, sagte die Anti-Terror-Beraterin von Präsident Barack Obama, Lisa Monaco. Als Geheimdienste den vermeintlichen Aufenthaltsort der Geiseln in Syrien gemeldet hätten und sich die Gelegenheit geboten habe, habe ihr Chef das Pentagon angewiesen, „aggressiv vorzugehen, um unsere Bürger zu retten.“

Ein Flugzeug habe mehrere Dutzende Soldaten einer Spezialeinheit vor Ort abgesetzt, sagten weitere Regierungsvertreter. Doch statt die Geiseln aufzuspüren, seien sie vor ihrem Rückzug in ein Feuergefecht mit Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat geraten. Mehrere Extremisten seien dabei getötet worden. Unter den Amerikanern wurde niemand verletzt, doch erlitt einer von ihnen leichte Verletzungen, als das Flugzeug beschossen wurde.

An der Mission waren den Angaben zufolge nahezu sämtliche Abteilungen der Armee beteiligt, die Soldaten erhielten auch Luftunterstützung. Pentagonsprecher John Kirby bekräftigte am Mittwochabend in einer Erklärung das Bestreben der US-Regierung, die Sicherheit ihrer Bürger zu gewährleisten, vor allem jene in Gefangenschaft. „In diesem Fall haben wir die Besten der US-Armee einer Gefahr ausgesetzt, um unsere Angehörigen nach Hause zu holen. Die Entführung unserer Bürger werden die USA nicht dulden.“

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  • Etws zum Thema Aufrüstung der Taliban durch USA:
    Die vor 30 Jahren gelieferten Waffen dürften mittlerweile Schrott sein. Ein MG Lauf ist auch schnell ausgeschossen. Im schlimmsten Fall haben die USA Geburtshilfe geleistet. Die heutige militärische Stärke beruht auf finanzielle Förderung aus den Golfstaaten. Hier sollte ein erntsthaftes Bekämpfen der Förderer gefordert und durchgesetzt werden.

    Warum wollen Staaten wie Russland, China, SA vom Dollar weg? Sie wollen sich der Kontrolle durch die USA entziehen. Die ISIS Finanzströme müssen unterbrochen werden. Damit kann man gleich in Deutschland anfangen. Jeder dt. Waffenbesitzer muss unangemeldete Kontrollen dulden, aber bei Hasspredigern werden bei jeder Kontrolle gleich rechtsradikale Tendenzen vermutet. Diese Herren und weitere Unterstützer müssen beobachtet, gemobbt, kontrolliert, durchsucht werden, damit sie ihren Geschäften nicht mehr ungestört nachgehen können.

    Wir können mit Munition und einer begrenzten Zahl von Kleinwaffen helfen, die mit den europ. Partnern abgestimmt werden müssen. Die USA kann dann den Part übernehmen, die PKK mit Munition und Waffen zu versorgen. Auch macht es Sinn die Türkei weiterhin genauer zu beobachten. Vielleicht ist Herr Erdogan so verschnupft, weil er befürchten muss, dass der BND mehr über seine Aktivitäten weiß, als ihm lieb ist. Wir sind mit dem Land "Türkei" befreundet, nicht mit H. Erdogan.

  • "Jeder zwölfte Mensch auf der Welt besitzt eine Waffe. Die Frage ist nur, wie bewaffnet man die anderen elf?" (Waffenhändler Yuri Orlow in "Lord of War")
    Selbst bei einer solchen menschenverachtenden Barbarei gibt es eben "Profiteure", die ganz und gar nicht entsetzt sind, sondern sich schlicht und ergreifend die Hände reiben. In den USA ist das der MIK.
    Die Top 5 der Waffenexporteure:
    1. USA, 2. Russland, 3. BRD (!!), 4. Frankreich, 5. UK
    https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCstungsindustrie
    Die "Achse des Guten" liegt hier also eindeutig in Führung.
    Und wer rüstete noch mal gleich die ISIS-Kämpfer auf, um den pösen, pösen Assad zu stürzen? Jetzt werden halt die Bekämpfer der ISIS mit Waffen versorgt. Dem MIK ist es herzlich egal - denn die Kasse klingelt jedes Mal...

  • Stimmt. Von usnrer Regierung kommt nichts. Auch von türkischen Verbänden kommt nichts.
    Von der Knzlerin hört man so gut wie gar nicts mehr.
    Auch was Waffenlieferungen in den Irak betreffen.
    Man hört ständig nur Flinten-Uschi.
    Bestimmt die jetzt alles?
    Und von unserem Moslemliebhaber Gauck hört man ebenfalls nichts.
    Momentan hben wir eine sehr merkwürdige Regierung

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