Begegnung: Deutschland und China legen Konflikte bei

Begegnung
Deutschland und China legen Konflikte bei

Deutschland und China haben ihre Spannungen durch den Empfang des Dalai Lama im Kanzleramt für beendet erklärt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein chinesischer Kollege Yang Jiechi betonten die Bedeutung der gemeinsamen Beziehung.

HB BERLIN. Die Außenminister von Deutschland und China, Frank-Walter Steinmeier und Yang Jiechi, haben die Krise in den Beziehungen ihrer beiden Länder für beendet erklärt. Steinmeier sagte vor einem Gespräch mit Yang in Berlin, von der Begegnung werde das Signal ausgehen, „dass wir jetzt und mit dem heutigen Tage zur Normalisierung der Beziehungen zurückkehren“.

Grundlage dafür sei ein Briefwechsel, der dazu beigetragen habe, Zweifel der Regierung in Peking an der deutschen Ein-China-Politik auszuräumen. Man sei nun an einem Punkt, „von dem wir jetzt nach vorne schauen sollten“, sagte Steinmeier. Man wolle jetzt sehr schnell wieder zu den offenen Dialogformen in den bilateralen Beziehungen zurückkehren.

Yang sagte, die chinesische Regierung lege großen Wert auf gute deutsch-chinesische Beziehungen. Er wies darauf hin, dass Deutschland in dem Briefwechsel Taiwan und Tibet als Bestandteile von China ausdrücklich anerkenne und sich gegen ein Referendum Taiwans zu einem UN-Beitritt ausspreche. In dem Text sei zudem festgehalten, dass Deutschland jegliche Unabhängigkeitsbestrebung Tibets nicht unterstütze. „Wir stehen vor vielen gemeinsamen neuen Herausforderungen“, betonte Yang.

Die deutsch-chinesischen Beziehungen waren nach einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Dalai Lama im Berliner Kanzleramt im September in eine Krise geraten. Merkel hat bereits eine China-Reise für Oktober angekündigt.

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