Bei Aufgabe des Kampfes Ende der Verfolgung zugesichert
USA machen Taliban Angebot

Die USA haben den radikalislamischen Taliban in Afghanistan ein Ende der Verfolgung durch die US-Streitkräfte zugesichert, sollten die Rebellen ihre Waffen niederlegen. Das Angebot wurde umgehend abgelehnt.

HB KABUL.Der amerikanische Sondergesandte Zalmay Khalilzad schränkte am Donnerstag in Kabul allerdings ein, das gelte nicht für Rebellen, die „Blut an ihren Händen kleben“ hätten, und nicht für Taliban-Führer, die junge Menschen in den Kampf getrieben hätten.

Die Taliban lehnten das Angebot umgehend ab und kündigten eine Fortsetzung des Kampfes an. Taliban-Sprecher Abdul Latif Hakimi sagte der dpa: „Wir werden unseren Dschihad (Heiligen Krieg) bis zum letzten US-Soldaten in Afghanistan fortsetzen.“ Die Amerikaner versuchten, die Kämpfer zu verunsichern und die Rebellen zu spalten. „Aber die Taliban sind sich der Verschwörung bewusst.“

Khalilzad war vor seiner Ankündigung mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai zusammengetroffen. Karsai habe dem Angebot an die Taliban zugestimmt, sagte der US-Botschafter. Karsai hat einfache Taliban-Kämpfer bereits mehrfach dazu aufgerufen, die Waffen niederzulegen, in die Gesellschaft zurückzukehren und sich am Aufbau eines demokratischen Afghanistans zu beteiligen. Bei Anschlägen und Kämpfen in Afghanistan sind in diesem Jahr bereits mehr als 650 Menschen getötet und über 400 weitere verletzt worden.

Die US-Streitkräfte teilten am Donnerstag in Kabul mit, bei einem Bombenanschlag auf einen US-Konvoi sei am Vortag ein Soldat der US-geführten Koalitionstruppen verwundet worden. Die Internationale Schutztruppe ISAF unterstützte die Kabuler Polizei bei der Festnahme zweier Verdächtiger. Dabei seien Waffen sichergestellt worden, teilte die ISAF mit.

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