Bei Demonstrationen
Explosion am Inlandsflughafen von Bangkok

Es ist der dritte Anschlag innerhalb von zwei Tagen: Unter den regierungskritischen Demonstranten am Bangkoker Flughafen Don Muang ist am Montag erneut ein Sprengsatz explodiert. Mindestens 13 Menschen wurden dabei verletzt, drei von ihnen schwer.

HB BANGKOK. Seit Tagen blockieren die Demonstranten, die den Rücktritt der Regierung erreichen wollen, auch den Internationalen Flughafen von Bangkok. Tausende Touristen sitzen deshalb fest.

Die Regierungsgegner hatten ihre Kräfte auf den besetzten Flughäfen von Bangkok gebündelt und sich aus dem ebenfalls in Beschlag gennommenen Regierungsgebäude zurückgezogen. Nach der Explosion vor dem Regierungssitz am Sonntag sei es dort zu gefährlich geworden, sagte eine Sprecherin der hinter den Protesten stehenden Volksallianz für die Demokratie (PAD).

Für Dienstag steuert das zwischen Regierungsgegnern und -anhängern gespaltene Land auf eine möglicherweise entscheidende Kraftprobe zu: Das Oberste Gericht soll ein Urteil fällen, das in ein Verbot der Regierungspartei münden könnte. Ministerpräsident Somchai Wongsawat wurde zudem erstmals seit Tagen in der Hauptstadt erwartet.

Reiseveranstalter holen Bangkok-Urlauber zurück

Die Reiseveranstalter in Deutschland holen derweil gestrandete Urlauber aus Bangkok weiterhin mit Sonderflügen auf Umwegen zurück. Zugleich strichen mehrere Anbieter alle Reisen nach Bangkok auch für die nächsten Tage.

Europas größter Tourismuskonzern TUI sagte alle Reisen nach Thailand, die über Bangkok führen, bis einschließlich Sonntag ab. Direktflüge nach Phuket seien aber weiter möglich. Der Branchen-Zweite Thomas Cook erklärte, seine Veranstalter wie Neckermann Reisen und Bucher Last Minute hätten alle Reiseaufträge für Bangkok bis einschließlich Freitag gekündigt. Die Kunden können ihr Geld zurückerhalten oder kostenlos umbuchen. Die beiden Rewe-Veranstalter Dertour und Meier's Weltreisen sagten ebenfalls Flüge nach Bangkok bis Freitag ab.

Die in Bangkok festsitzenden Urlauber werden mit Bussen zu anderen Flughäfen gebracht, zum Teil auch in das rund 800 Kilometer entfernte Phuket. Von dort starten Maschinen unter von Thai Airways, der Air-Berlin-Marke LTU, TUIfly oder auch Lufthansa. TUI berichtete, mit mehreren Sonderflügen schon 750 Urlauber über Phuket ausgeflogen zu haben. Thai Airways richtete einen Check-in-Schalter im Internationalen Handels- und Ausstellungs- Zentrum in Bangkok ein, hieß es in einer Mitteilung in Frankfurt. Von dort werden Bustransfers zu dem etwa 150 Kilometer entfernt liegenden Flughafen U-Tapao organisiert. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) hatte die Koordination der Flüge übernommen, so dass Urlauber gegebenenfalls auch mit anderen Airlines zurückkommen können.

Die Deutsche Lufthansa erklärte, sie werde bis einschließlich Freitag ihre geplanten Bangkok-Flüge nach Phuket umleiten. Gäste, die über das Drehkreuz Bangkok zu anderen Zielen in Asien wollten, würden auf andere Maschinen umgebucht.

In Thailand sind insgesamt mehr als 200.000 Menschen gestrandet. Wie viele davon Deutsche sind, konnte der Deutsche ReiseVerband nicht sagen. In der vergangenen Woche war von rund 1.800 gestrandeten deutschen Touristen die Rede, allerdings wurden dabei nur Urlauber gezählt, die mit Veranstaltern unterwegs sind.

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