Bei der Verfolgung von Räubern
US-Soldaten erschießen zehn Iraker

Zehn irakische Polizisten und angehörige einer Schutztruppr sind in der westirakischen Stadt Falludscha offenbar versehentlich von US-Soldaten erschossen worden.

HB BAGDAD. Augenzeugen und arabische TV-Sender berichteten, die Männer seien in ihrem Fahrzeug von den Amerikanern erschossen worden, als sie in der Nacht zu Freitag gerade neben einem Krankenhaus ein Auto mit mutmaßlichen Räuber verfolgten. Der Falludscha-Schutztruppe gehören Kämpfer der lokalen Stämme an.

Eine US-Militärsprecherin in Bagdad stellte den Vorfall am Freitag anders da. Sie erklärte, ein US-Soldat und fünf Iraker seien bei einem Panzerfaust-Angriff in der Nähe eines Krankenhauses in Falludscha verletzt worden. Dass US-Soldaten auf die Iraker geschossen hätten, bestätigte sie nicht. Eine Fassade des Krankenhauses war am Freitag schwer beschädigt. Einwohner von Falludscha zeigten Reportern US-Munition, um zu beweisen, dass die Toten und die Zerstörung nicht das Werk irakischer Angreifer seien.

Der arabische TV-Sender El Dschasira berichtete zudem von mindestens vier neuen Angriffen auf US-Soldaten im Irak. Nach Angaben der US-Armee waren am Donnerstag bei einem Angriff in Bagdad bereits zwei Soldaten ums Leben gekommen. In der rund 90 Kilometer westlich von Bagdad gelegenen Ortschaft El Khalidija tanzten am Freitag Jugendliche auf dem brennenden Wrack eines von irakischen Angreifern zerstörten US-Transporters. Sie schwenkten eine irakische und eine palästinensische Fahne.

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