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Bei Merkel-Besuch: Deutschland schließt Rohstoffabkommen mit Chile

Deutschland und Chile haben ein gemeinsames Rohstoffabkommen unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht eine engere Zusammenarbeit im Bergbau vor. Deutschland will sich damit die Versorgung mit wichtigen Metallen sichern.

Gemeinsame Absichten: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chilenische Präsident Sebastian Pinera. Quelle: Reuters
Gemeinsame Absichten: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chilenische Präsident Sebastian Pinera. Quelle: Reuters

Santiago de ChileBeim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Chile haben die beiden Länder am Samstag in Santiago de Chile ein Rohstoffabkommen unterzeichnet. Der Vertrag soll auch Investitionen deutscher Firmen in dem lateinamerikanischen Land erleichtern.

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Das Abkommen sowie eine begleitende politische Absichtserklärung des Bundeswirtschaftsministeriums knüpfen an Rohstoff-Partnerschaften an, die die Bundesregierung in den vergangenen zwei Jahren auf Betreiben der deutschen Wirtschaft etwa mit Kasachstan und der Mongolei geschlossen hat. Die Kooperation mit Chile ist zunächst aber sehr viel beschränkter.

Südamerika

Hintergrund ist die wachsende Sorge der deutschen Industrie, dass ihre Versorgungssicherheit etwa mit wichtigen Metallen gefährdet sein könnte, weil sich China weltweit Rohstoffvorräte zu sichern versucht. Chile ist der weltgrößte Kupferproduzent und besitzt auch wichtige Vorkommen etwa an Lithium und Silber.

Das Unternehmen K+S AG betreibt seit Jahren eine große Salzabbau-Anlage im Norden des Landes. Der Vorstandsvorsitzende Norbert Steiner sagte am Samstag gegenüber Reuters, dass seine Firma nach dem Ausbau des betriebseigenen Hafens im Norden Chiles auf eine Kapazität von acht Millionen Tonnen Salz jährlich nun auch die Produktion von derzeit sechs Millionen Tonnen erhöhen will. Neben der Belieferung der süd- und nordamerikanischen Märkte will die K+S AG künftig von Chile aus auch Industriesalze nach Asien liefern.

  • 26.01.2013, 18:31 UhrHoneckers_Exil

    Na da hat sich wohl Frau Merkel schon mal in ihrem späteren Exil nach einer Unterkunft umgesehen. Vielleicht schafft sie es noch dort hin zu ziehen und mit Margot auf den guten alten Erich anzustoßen, bevor Honeckers Witwe auch dahin geschieden ist. Wenn Merkel abgewählt wird, dann muss sie sich schnell aus dem Staub machen. Die schützende EU-Hand hält man nur über sie, solange sie die Rechte und das Vermögen Deutschlands an die EU abtritt. Sollte Merkel als Kanzlerin irgendwann mal abgewählt werden, dann werden wohl auch ihre Stasi-Akten plötzlich wie aus dem Nichts auftauchen. Dann kann sie natürlich nicht mehr in Deutschland leben. Ach diese Schmierentheater-Politik ist einfach zu spannend. Man weiß nie, was als Nächstes kommt. Aber man ahnt schon so Manches, weil man einfach schon zu viel gesehen, was man vorher nie für möglich gehalten hat.

  • 26.01.2013, 19:51 Uhrsommer

    Wenn es Deutschland als kleines Land schafft, mit Chile ein Rohstoffabkommen zu beschließen, wofür braucht es dann die EU? Man hörte doch immer, in der globalisierten Welt hat ein einzelnes kleines Land keine Chance? Naja, für die EU-Staaten, die nichts als Schulden produzieren kann das ja zutreffen. Wie das Beispiel zeigt, kann es Deutschland auch alleine. Man braucht keine Klötze am Bein.

  • 26.01.2013, 21:47 UhrDr.NorbertLeineweber

    Draghi überschattet Chile ! Die EZB kauft jetzt die ESM-Schrottpapiere an! Aber bitte investieren Sie deswegen in Europa!
    Just auf dem Weg nach Chile hat die EZB beschlossen die ESM-Papiere als Sicherheiten anzukaufen. Alle die in Davos abreisen mussten, haben das nicht mitbekommen. Die Kanzlerin wohl eingeschlossen: "Unsere Notenbank kauft alle Schrottpapiere, das ist ein sicherer Investitionsstandort!", hätte es sonst heißen müssen. Draghi hat am Freitag in Davos nichts gesagt, das zeigt wie gefährlich Draghi ist. Und den neuern Chef der Euro-Gruppe aus Holland hat er schon in der ersten Dienstwoche vom Deich gejagt. Juncker wollte diese Drecksarbeit wohl seinem arglosen Nachfolger überlassen. So geht Draghi/Juncker heute. Jetrzt sind alle geldpolitischen Dämme gebrochen, vgl. fortunanetz. Der monetäre Supergau ist eingetreten. Die direkte Finanzierung des ESM über die EZB. Und das stand nur am Freitag in der FAZ, sonst nirgends! Sagen wir so, die Südamerikaner würden in einem Europa investieren, wo die Notenbank eine Abteilung der Finanzministerien ist. Klingt eigentlich nach Südafrika!

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