Beifall bei Wehrexperten: Diskussionen um Eurofighter verärgern Industrie

Beifall bei Wehrexperten
Diskussionen um Eurofighter verärgern Industrie

Die neuerliche Diskussion über das größte europäische Rüstungsprojekt Eurofighter verärgert die Industrie, stößt bei Wehrexperten aber auf Beifall.

BERLIN. „Deutschland täte gut daran, in Anbetracht der haushaltspolitischen Situation und der sicherheitspolitischen Erfordernisse mit der Industrie und den Partnerländern zumindest über eine Reduzierung der Stückzahl zu verhandeln“, sagte Sascha Lange von der Berliner Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) dem Handelsblatt.

Lange regte an, „abfedernd umzusteuern“: Eine Reduzierung der Stückzahl müsse ja nicht zum vollen Schaden für die Industrie sein, wenn die Mittel in andere Projekte wie etwa das unbemannte Flugzeugsystem „Euro Hawk“ umgeschichtet würden, sagte er.

Davon will der europäische Rüstungsbauer EADS, einer der Produzenten des Kampfjets, nichts wissen. Das Unternehmen pocht auf die Erfüllung der Verträge. Die dritte Tranche sei „ganz klar Vertragsbestandteil“, sagte ein EADS-Sprecher dem Handelsblatt. Er reagierte damit auf die Forderung des SPD-Verteidigungspolitikers Hans-Peter Bartels, auf die letzte, noch offene Tranche des neuen Kampfflugzeugs zu verzichten. Bartels hatte damit am Montag eine neue Debatte ausgelöst. Bei der dritten Tranche des Eurofighters geht es um 68 Jets für 2,5 Milliarden Euro.

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