Für die wichtigste Tageszeitung Frankreichs ist Hans-Werner Sinn „Deutschlands einflussreichster Ökonom“. Sinn nutzte den Platz in der „Le Monde“ für die Forderung eines Großprojektes: Die Vereinigten Staaten von Europa.

Kommentare

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  • Unter "Vereinigte Staaten von Europa" verstehe ich keine Kopie der USA. Europa sollte nur vom Kopf auf die Beine gestellt werden. Also ein europäischer Bundesstaat. Die Kommunikation von oben nach unten (Top Down) und von unten nach oben (Bottom Up) ist noch zu wenig ausgebildet. Vielleicht liegt es an den reltiv wenigen Europaabgeordneten. Vielleicht sollten die Bundes- und Landtagsabgeordneten diese Europaabgeordneten besser unterstützen?

  • Vortrag von Prof. Sinn:
    Schaut man sich die Pro-Kop-Verschuldung in Luxemburg an, stellt man fest, dass Luxemburg mit ca.1.9 Billionen Euro pro Einwohner das Schlusslicht in der Eurogruppe ist (http://www.youtube.com/watch?v=Ui0NOk_lSbU ,ab der 21. Minute).
    Ich habe recherchiert:
    Die 1,9 Billionen ist der Betrag für Luxemburg insgesamt und nicht pro Einwohner. Desweiteren sind es 1,9 Billionen Dollar und nicht Euro.
    Dieser Zahl muss mit dem Auslandsvermögen saldiert werden.
    Dann ergibt sich ein Nettoauslandsvermögen für Luxemburg von 33,5 Mrd. Euro. Das sind 84,6% des BIP.
    Nach der Aussage von Prof. Sinn wären
    Luxemburg, Monaco und die Schweiz die Schlusslichter in Europa.
    Mal Googlen unter "Prof Unsinn".
    Dann finden sie noch weitere Vorgänge.

  • Ich teile zum ersten Mal die Meinung des Herrn Hans Werner Sinn nicht. Die vereinigten Staaten von Europa würden die Geldverschiebung von Norden nach Süden zum Dauerzustand machen, bis zur Vereinigten Insolvenz.

  • Es wurde in mehreren Kommentaren richtig erwähnt, Herr Sinn argumentiert strategisch. Er weiß genau, daß er mit der Abgabe von Souveränität,in Frankreich, genau den europapolitisch Wunden Punkt trifft.

    Bevor einige Mitblogger hier am klaren Verstand des Herrn Sinn zweifeln, mögen Sie doch bitte ihren Denkapparat etwas mehr bemühen.

  • Europa heißt für mich: schuften für die Südländer, Abgabe der
    Unterhose in Brüssel, tägliches ärgern über den Zentralstaat
    Europa und die Spaltung der Menschen in arm und reich.(s.USA)
    Ein Staat, der von Korruption und Menschenverachtung
    geprägt ist, denn will ich nicht!
    MfG
    Walter Schmid

  • Eine fabelhafte Idee! Jetzt muß man nur noch jemand finden
    der das Ganze nach dem Zusammenbruch des Eurosionssystem
    finanziert!

  • Sinn ist schlau. Natürlich denkt er nicht daran, die Vereinigten Staaten von Europa einführen zu wollen.
    Aber in Frankreich, wo die Nation noch was bedeutet, tut er als Deutscher Professor so als ob und stellt die Franzosen so vor die Wahl: VSE und Euro oder nationale Souveränität und nationale Währungen.

    Dieses Wahl ist logisch folgerichtig. einen praktikablen mittelweg gibt es nicht. Ich bin mir sicher, dass Sinn genau weiß, wie die Franzosen entscheiden werden

  • Liebe Handelsblattforumteilnehmer,
    wer Sinns Thesen zur Schuldenunion verfolgt hat weiß, dass er das Postulat der Herbeiführung der Vereinigten Staaten von Europa in seinem Beitrag der vorzüglichsten französichen Tageszeitung nur deshalb erhoben hat, weil die Bürger dieser Grande Nation niemals auf ihre Souveränität als Staatsmacht Frankreichs verzichten würden. Das hat er immer wieder kommuniziert. So auch in dem Artikel von le Monde. Von Deutschland aber erwarten die Franzosen aber, dass man sich ihnen unterordnet. Sinn ist, anders als unsere einfache politische Klasse, gescheit und auf das Wohl Deutschlands bedacht.

  • In den USA gibt es keine Hilfspakete oder Ausgleichszahlungen!

    Dort können Städte, Kommunen und Staaten pleite gehen. Zudem hat jeder Staat seine eigenen Gesetzte.

    Mir geht das zu weit, ich habe vom EURO schon mehr als genug. Für mich gibt es nur eins: Zurück zur mehr Demokratie und zurück zu nationalen Währungen in einer Handelsgemeinschaft.

    Keine EU-Armee, keine zentralisierte EU-Regierung.

  • Solange Politiker nicht verstehen,
    • dass Integration nicht gleichbedeutend mit Vereinheitlichung ist,
    • dass Vereinheitlichung den verlust von Wahlfreiheit bedeutet,
    • dass der Verlust von Wahlfreiheit gleichbedeutend mit Entmuendigung ist,
    • dass Freiheit, Wuerde und Selbstbestimmung untrennbar mit dem recht verbunden ist, einen eigenen Haushalt zu gestalten,
    • dass Respekt fuer Gesetze, Vertraege und Vereinbarungen die Grundvoraussetzung fuer jedwede politische Organisationsform ist,
    solange will ich kein vereintes Europa!

    Wenn Europa greifbare Erfolge vorzeigen koennte, wie etwa
    • in einer gemeinsamen Aussenpolitik
    • in einer gemeinsamen Energiepolitik
    • in einer auf oekonomische Vernunft gruendenden Agrarpolitik
    • usw. usw. usw. …
    koennte ich mich mit dem Gedanken anfreunden mehr Europa zu haben.

    Ueber die Misswirtschaft, Geldverschwendung, nationalen Egosimus, Lobbywirtschaft und Korruption in “unserem Europa” moechte ich mich nicht weiter auslassen. Das wissen Sie ja alle schon.

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