Beitritt steht nichts mehr im Weg
Verhandlungen über EU-Beitritt Bulgariens beendet

Mit einer letzten Gesprächsrunde hat Bulgarien am Dienstag seine Verhandlungen über den geplanten Beitritt zur Europäischen Union abgeschlossen. Alle 31 Verhandlungskapitel zur Übernahme des EU-Rechts in Bulgarien wurden für geschlossen erklärt.

HB LUXEMBURG. Dem für den 1. Januar 2007 geplanten Beitritt des Landes in die Union dürfte damit kaum noch etwas im Wege stehen.

Mit einer Sicherungsklausel erhält die EU-Kommission wie bei den jüngsten Beitritten auch gegenüber Bulgarien das Recht, im Falle schwerer Verstöße gegen EU-Bestimmungen unmittelbar von Brüssel aus einzugreifen. Der bulgarische Außenminister Solomon Passi sagte, diese Klausel sorge auf beiden Seiten für Sicherheit, dass der EU- Beitritt nicht behindert wird.

EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen beglückwünschte die Regierung in Sofia zum Verhandlungserfolg. Die Kommission werde im Oktober ihren Jahresbericht zum Stand der Beitrittsvorbereitungen Bulgariens vorlegen. Formal muss das Ende der Verhandlungen dann noch vom EU-Gipfeltreffen im Dezember bestätigt werden.

Mit Bulgarien soll auch Rumänien Anfang 2007 der EU beitreten. Das Land ist bei den Verhandlungen allerdings gegenüber Bulgarien in den Rückstand geraten. Ein gleichzeitiger EU-Beitritt beider Länder wäre „ein Traum für den Balkan“, sagte Passi. Auch die Balkanstaaten Kroatien und Mazedonien haben bereits einen Antrag auf Aufnahme in die EU gestellt. Offizieller Kandidat ist außerdem noch die Türkei, die aber noch auf den Beginn von Beitrittsverhandlungen wartet.

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