Beitritt zu Union der Bankenaufsicht
EZB soll ein Auge auf Bulgariens Banken haben

Nachdem diverse Kreditinstitute einen Run auf die Geldautomaten erlebten und die Zentralbank einer Bank die Lizenz nahm, ziehen bulgarische Politiker die Reißleine: Die EZB soll nun die Finanzgeschäfte kontrollieren.
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SofiaDie Europäische Zentralbank (EZB) soll nach den Worten von Bulgariens Präsident Rossen Plewneliew künftig die Banken des osteuropäischen Landes überwachen. Die wichtigsten politischen Parteien hätten sich darauf geeinigt, dass der Balkanstaat als erstes Nicht-Euro-Land dem einheitlichen europäischen Bankenaufsichtsmechanismus beitritt, sagte Plewneliew. „Dies ist der erste Schritt Bulgariens, der EU-Bankenunion beizutreten.“ Die EZB übernimmt die Verantwortung für den Aufsichtsmechanismus am 4. November. Die bulgarische Notenbank teilte am Dienstag mit, Gespräche mit der europäischen Bankenaufsichtsbehörde aufzunehmen. Dabei werde es um die Qualität der Aufsicht in dem osteuropäischen Land gehen.

Bulgarien erlebt derzeit den größten Finanzskandal seit den 1990er Jahren. Die bulgarische Zentralbank entzog vergangene Woche der viertgrößten Bank des Landes, der Corpbank, die Lizenz und begründete dies mit Hinweisen auf Fehlverhalten. Medienberichte über zweifelhafte Geschäfte hatten im vergangenen Monat einen Ansturm der Kunden ausgelöst, die ihr Geld bei der Bank abheben wollten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Beitritt zu Union der Bankenaufsicht: EZB soll ein Auge auf Bulgariens Banken haben"

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  • "EZB soll ein Auge auf Bulgariens Banken haben"

    Das ist nichts Anderes als Haftungsmaximierung für Deutschland!

    Und was sagen unsere Abgeordneten dazu, die die Instutionen eingerichtet haben und überwachen sollen? "Alternativlos"e Penner!

  • Es hat sich halt in Europa herumgesprochen, dass die Deutschen sehr gerne für ALLES bezahlen.
    Aus deren Sicht kann mans ja schon verstehen...:-D

  • Geht's noch? Nach den PIGS-Staaten und der Ukraine jetzt auch noch Bulgarien?

    Wer zahlt's letztendlich? Ganz sicher nicht die Schweizer!

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