Beitritts-Jubiläum: Van Rompuy warnt Briten vor Verlassen der EU

Beitritts-Jubiläum
Van Rompuy warnt Briten vor Verlassen der EU

Vier Jahrzehnte lang sind die Briten jetzt EU-Mitglied. Viele meinen, sie seien nie richtig angekommen, andere, sie seien schon wieder auf dem Absprung. Zum Jubiläum redet Brüssel über die Gefahren eines Austritts.
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Brüssel/LondonEU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hat Großbritannien zum 40. Jahrestag des britischen EU-Beitritts vor einem Verlassen der Europäischen Union gewarnt. „Wir würden einen Freund in die Wüste ziehen sehen“, sagte er der Londoner Zeitung „The Guardian“ in einem am Samstag veröffentlichten Interview. „Wir würden ein geschätztes und einflussreiches Mitglied verlieren.“

Die Mitgliedschaft liege auch im britischen Interesse: „Jedes Land profitiert vom Frieden und der Stabilität, die die EU unserem Kontinent bringt, und von den Strukturen, mit denen wir unsere wechselseitige Abhängigkeit organisieren und gemeinsame Lösungen für gemeinsame Probleme finden können.“ Als Handelsnation habe Großbritannien ein besonderes Interesse am Erfolg der EU.

Großbritannien war am 1. Januar 1973 gemeinsam mit Dänemark und Irland der EU beigetreten. Es gehört nicht zu den 17 Staaten mit Euro-Währung. Der konservative Regierungschef David Cameron leistet derzeit Widerstand gegen die EU-Finanzplanung bis zum Jahr 2020. Er verlangt auch eine Rückübertragung von EU-Kompetenzen an die Nationalstaaten im Rahmen möglicher Vertragsänderungen.

Van Rompuy sagte, Änderungen der EU-Verträge seien nur sehr selten nötig. Zudem hätten alle Regierungen einstimmig der Übertragung bestimmter Kompetenzen zugestimmt. „Großbritannien denkt, dass es einzigartig ist. Aber das gilt für jeden EU-Mitgliedstaat. Keiner ist beigetreten, um den eigenen Charakter oder die eigene Identität zu verlieren.“ „Rosinenpickerei“ der einzelnen Mitgliedsstaaten bedeute den Zusammenbruch der EU.

Zuvor hatte der frühere EU-Kommissionspräsident Jacques Delors im „Handelsblatt“ den Briten einen Sonderweg empfohlen. „Wenn die Briten den Trend zu mehr Integration in der EU nicht ertragen, können wir trotzdem Freunde bleiben, aber auf anderer Basis“, sagte er. Den Briten gehe es bei Europa allein um Wirtschaftsinteressen. Er könne sich „eine Form wie den europäischen Wirtschaftsraum vorstellen oder ein Freihandelsabkommen“ mit Großbritannien als „privilegiertem Partner“.

 

Kommentare zu " Beitritts-Jubiläum: Van Rompuy warnt Briten vor Verlassen der EU"

Alle Kommentare
  • Er wird nicht umsonst "van Dummboy" genannt...einer der widerwärtigsten Dummschwätzer der EU. Alles was ihn interessiert ist Macht. Ein typischer Apparatschik wie früher in der KPDSU.WP26s

  • Van Rompuy, wer ist dieser Mann? eine Marionette! Van Rompuy wird sich bei den Briten den Arsch voll abholen dürfen. Der erste der in die Wüste geht ist van Rompuy :-)

  • Die EU hat es noch nicht einmal geschafft, einheitliche Stromstecker zu schaffen...

    Aber wir haben jetzt die überlebenswichtigen gleich langen und gebogenen Gurken!
    Die sind nicht nur als Gemüse zu betrachten!
    Das ist doch eine echte Errungenschaft!

  • Der Wechselkurs des Schweizer Franken ist am Wechselkurs des Euro gekoppelt. Rompuy darf froh sein, daß damit die Schweizer den Euro stützuen.

  • @ Revisor - gut dressiert- lassen Sie mal hören, warum "DIESE EU und DIESER EURO-SCHMAROTZER -Verein" weiter betehen sollte.
    Zählen Sie die Vorteile auf,die uns und andere Geberländer verpflichten,gegen jegliche Vernunft, überlebenswichtige Eigeninteressen aufzugeben um mit "solidarischem Gebaren" die angebliche Zuneigung der Nehmerländer bzw. deren Polit-/Finanz-Clique teuer zu bezahlen.
    Sie müßten aber schon bessere Argumente nennen als Merkel,Schäuble und Kompagnon-
    und lügen werden Sie wohl auch nicht besser als diese.

  • @Revisor
    Zitat: Das ist dümmliche Scharfmacherei.
    Dieser Feststellung kann man nicht zustimmen, denn ganz abgesehen von GB, hat man es doch geschafft, die EU und die Euro-Länder dermaßen in den Dreck zu fahren, dass nur noch eine Minderzahl an ein gutes Ende glaubt.
    Wenn Deutsche glauben sie könnten den Karren mit 16 weiteren Euro-Ländern ziehen, dann ist das reiner
    Größenwahn. Was uns fehlt ist eine Thatcher, die für ihr Land eintritt. Zurück und von neuem beginnen ohne Gemeinschaftswährung wäre angesagt und nicht weiterwursteln, wie die Kommissare und das Europaparlament zusammen mit den anderen Staaten derzeit tun. Aber wann sehen Politiker ihre Fehler ein? Nie,
    sie machen weiter bis alles kaputt ist.

  • Die Briten sollten den ersten mutigen Schritt unternehmen und aus der EU austreten.
    Das Volk war von Beginn an gegen eine Mitgliedschaft, EU -Gegner überwiegen bis heute
    und das wird sich nicht ändern. Also: Wille des Volkes respektieren! Hat ein Land diesen Schritt getan, werden andere Länder folgen. Und was passiert dann Grässliches? Nichts!
    Davor haben Rompuy und die anderen Banditen am meisten Angst. Nichts passiert den
    Briten, wenn sie wieder selbständig sind. Kein Land fällt über sie her und keine Hungersnot bricht aus. Cameron - eine realistische Hoffnung, dieser EU-Krake das wohlverdiente Ende zu bereiten.



  • Bezeichnend für v.Rompuy, der ja demokratische Wahlen zu seinem Posten kategorisch ablehnt. Richtig er ist ja auch von den Bilderbergern um Öl Mogul Rockefeller und Kissinger auf den Posten gehievt worden. Welche Interessen von diesen Leuten um Baroso, Rompuy, und Baronin Ashley vertreten werden, ist offensichtlich. Wohl nicht das der Eu Bürger.
    Die dürfen nur zahlen.

  • Das dieser Van Rompuy nun mit dieser Nummer kommt zeigt einmal mehr, das er wohl Bammel hat, das er seinen überaus lukrativen Posten verlieren könnte, wenn dieser Unsinn endlich aufhört und sich Brüssel in Luft auflöst, die EU als Bürokratiekonstrukt sich auflöst.

    Nicht die Briten ziehen in die Wüste, sondern wir jagen die Kommissare und wie sie sich alle nennen, in die Wüste. Es wird Zeit, das wir was unternehmen.

  • Van Rompuy warnte grade vor einer Demokratisierung in der EU:
    Er ist leitendes Mitglied der Bilderberger Organisation, die gegen Demokratie und für Eugenik ist, um mit einer Herrenrasse eine neue Weltregierung zu bilden.
    Er ist nicht demokratisch gewählt,lehnt jede freien Wahlen ab und will eine Diktatur in der EU einführen.

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