Beobachter in Syrien: Arabische Liga tut sich mit Uno zusammen

Beobachter in Syrien
Arabische Liga tut sich mit Uno zusammen

Es ist der verzweifelte Versuch, das Morden in Syrien zu beenden: Die Arabische Liga schlägt eine neue Beobachtermission vor - und stößt damit bei UN-Generalsekretär Ban Ki Moon auf offene Ohren.
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New YorkDie Arabische Liga hat ihre Bereitschaft für die Wiederaufnahme ihrer Beobachtermission in Syrien signalisiert. Wie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Mittwoch mitteilte, will die Liga die Mission zudem in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen fortführen.

Liga-Generalsekretär Nabil al-Arabi habe die Vereinten Nationen „um Hilfe“ gebeten und eine gemeinsame Mission mit einem gemeinsamen Sondergesandten vorgeschlagen, sagte Ban. Darüber werde in den kommenden Tagen mit den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates beraten. Die Arabische Liga hatte ihre erste Mission Ende Januar nach internationaler Kritik an ihrer Professionalität ausgesetzt.

Ban bezeichnete die gescheiterte Resolution im UN-Sicherheitsrat zu Syrien als „katastrophal“ für die Menschen in dem Land. Ban hatte zuvor im Sicherheitsrat eigentlich über seine Reise nach Israel und in die Palästinensergebiete berichten wollen, hatte sich aber nach Angaben von Teilnehmern ungewohnt deutlich über die von Russland und China blockierte Syrien-Resolution geäußert.

Er sei zutiefst enttäuscht über die Abstimmung, damit sei das Regime von Präsident Baschar al-Assad zu neuer Gewalt ermuntert worden. Er appellierte dringend an die internationale Gemeinschaft, alles für eine Beendigung der Gewalt zu unternehmen. „So viele sind getötet worden. Wie viele müssen noch sterben, bevor es eine politische Lösung gibt“, sagte der Koreaner nach der Sitzung. „Wir müssen dringender denn je eine Einigung finden. Wir haben zu viele gebrochene Versprechen gehört, sogar noch in den letzten 24 Stunden.“

Der deutsche Botschafter Peter Wittig hatte Ban zuvor in der geschlossenen Sitzung für die klaren Worte gedankt. Nach dem beklagenswerten Scheitern der Resolution am Samstag käme es jetzt darauf an, die Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft weiter zu verstärken und insbesondere die Arabische Liga zu unterstützen. Ein denkbarer Weg sei dabei die vom Generalsekretär angesprochene gemeinsame Beobachtermission. Westliche Diplomaten wollen aber vor konkreten Schritten das Treffen der Arabischen Liga am Wochenende in Kairo abwarten.

Die US-Regierung bekräftigte am Mittwoch, dass sie zusammen mit ihren internationalen Partnern eine politische Lösung im Syrien-Konflikt anstrebt. Das sei der richtige Weg, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. Er kündigte für die kommenden Tage weitere, sehr aktive Gespräche mit Freunden und Verbündeten über die nächsten Schritte an. Ziel bleibe ein friedlicher politischer Übergang in Syrien.

Russland und China hatten am Samstag mit ihrem Veto eine Resolution des Sicherheitsrats verhindert. Darin war unter anderem die Unterstützung eines Friedensplans der Arabischen Liga vorgesehen, der einen Amtsverzicht des syrischen Präsidenten Baschar Assad forderte.

Bei den seit elf Monaten anhaltenden Protesten gegen die syrische Regierung sind nach Schätzungen der Uno bislang über 5.400 Menschen ums Leben gekommen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Kommentare zu " Beobachter in Syrien: Arabische Liga tut sich mit Uno zusammen"

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  • @Michel
    Wie wärs mit "Stuttgart 21"? Schon verdrängt? Die gewaltsamen Bilder?

  • rzi: Die Regierung von Syrien war bis dato nicht unliebsam. Und das Wort Regime haben Sie gesagt: http://de.wikipedia.org/wiki/Regime

  • @ kuac
    Sie tun mir leid. Sie haben sich offensichtlich seit 1967 nicht weiterentwickelt.

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