Bereits erste Erfolge erzielt
US-Anleger klagen gegen Deutschland

Dem deutschen Staat und führenden Banken des Landes droht in den USA eine Milliardenklage von Besitzern deutscher Dollar-Gold-Anleihen aus den 20er-Jahren.

Reuters/HB BERLIN. Die Sammelklage werde am Montag von dem US-Anwalt Ed Fagan beim US-Bundesgericht in Tampa, Florida, eingereicht, berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“ am Wochenende. Sie richte sich gegen die Bundesrepublik Deutschland, Bundesbank, Deutsche Bank, Dresdner Bank und Commerzbank.

Einen ersten Erfolg hätten die US-Anleger bereits erzielt, berichtet das Magazin „Der Spiegel“. Die zuständige Richterin Elizabeth Kovachevich vom Bundesgericht in Tampa habe die Einsetzung eines so genannten „Special Masters“ angeregt, der die Möglichkeit eines Vergleichs ausloten solle. Einer der Kandidaten für den Posten sei laut dem Umfeld der Kläger Stuart Eizenstat, der in ähnlicher Position den rund zehn Milliarden Mark teuren Vergleich deutscher Institutionen mit den Holocaust-Opfern ausgehandelt hat.

In der Klageschrift werde von den Beklagten wegen der strittigen Goldanleihen die Zahlung von 10,2 Mrd. US-Dollar an die Anleihebesitzer verlangt. Die Goldanleihen waren vom Deutschen Reich in den 20er Jahren ausgegeben worden und über deutsche Privatbanken auch an US-Anleger verkauft worden. Mit dem Erlös sollten Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg und der Wiederaufbau Deutschlands finanziert werden. Die Beklagten bestreiten den Magazinen die Rechtmäßigkeit der Forderung. Die Bundesbank und die Deutsche Bank wollten sich dazu nicht äußern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%