Bericht
Amnesty empört über lebenslange Haftstrafen für Kinder

Menschenrechtsgruppen haben die USA aufgefordert, Jugendliche unter 18 Jahren nicht länger zu lebenslangen Haftstrafen ohne vorzeitige mögliche Entlassung zu verurteilen. Mindestens 2225 Menschen sollen betroffen sein.

HB LOS ANGELES. Solche Strafen seien für Jugendliche niemals angemessen, kritisierten Amnesty International und Human Rights Watch in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Die Taten von Kindern dürften nicht mit Erwachsenenrecht bestraft werden, unter anderem weil Jugendliche sich noch in der Entwicklung befänden.

In den USA sitzen dem Bericht zufolge mindestens 2225 Menschen in Gefängnissen, die im jugendlichen Alter dazu verurteilt wurden, ihr restliches Leben hinter Gittern zu verbringen.

Die Vereinigten Staaten sollten sich ein Beispiel am Rest der Welt nehmen, erklärten die Menschenrechtsgruppen mit. „Praktisch alle Länder in der Welt lehnen die lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung für Kinder ab (...) und alle Länder außer den USA und Somalia haben die Konvention zu Kinderrechten unterzeichnet, die eine derartige Strafe ausdrücklich verbietet für Menschen unter 18 Jahren.“

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