Bericht der Untersuchungskommission
Iran soll Attentätern vom 11. September geholfen haben

Iran soll durch gelockerte Grenzkontrollen den Attentätern vom 11. September indirekt geholfen haben. Das geht laut US-Medienmeldungen aus dem Bericht der Untersuchungs-Kommission hervor.

HB BERLIN. Die US-Untersuchungskommission zu den Anschlägen vom 11. September 2001 in Washington und New York hält Iran für einen indirekten Helfer der als Attentäter Verdächtigten. Mehrere der 19 Männer seien in den Monaten vor den Anschlägen in Iran gewesen, berichten die US-Nachrichtenmagazine «Time» und «Newsweek» unter Berufung auf einen hohen US-Regierungsbeamten.

Die iranische Regierung habe bis zu zehn der mutmaßlichen Attentäter in der Zeit zwischen Oktober 2000 und Februar 2001 in Ausbildungslager der Terrororganisation Al Qaeda nach Afghanistan und zurück reisen lassen. Grenzkontrollen seien dafür gelockert worden, heißt es demnach in dem mehr als 500 Seiten umfassenden Bericht der Kommission.

«Newsweek» berichtete, die iranischen Grenzbeamten hätten die Anweisung erhalten, «dass sie in die Reisepässe von Al-Qaeda-Kämpfern aus Saudi-Arabien keine Stempel machen». Die Informationen sollen aus Verhören von Gefangenen und durch mitgehörte Gespräche zwischen mutmaßlichen Terroristen stammen, berichtet «Time». Die Kommission will ihren Abschlussbericht in der kommenden Woche veröffentlichen.

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