Bericht der Waffenkontolleure
Experten: Irak hat seit 1994 keine Massenvernichtungswaffen

Nach Ansicht von UN-Experten verfügte der Irak schon vor zehn Jahren nicht mehr über funktionierende Massenvernichtungswaffen. Das geht nach Angaben von Diplomaten vom Dienstag aus dem jüngsten Bericht der UN-Waffenkontrollkommission UNMOVIC hervor.

HB NEW YORK. Eine angebliche akute Bedrohung durch irakische Massenvernichtungswaffen hatten die USA und Großbritannien vor einem Jahr als Grund für ihren Krieg gegen den Irak angegeben.

Der Bericht für den UN-Sicherheitsrat, der in Kürze veröffentlicht werden soll, stützt sich auf die weitere Auswertung von Informationen, die UNMOVIC sowie die Vorgängerorganisation UNSCOM in mehr als sieben Jahren im Irak gesammelt haben. Zugleich wurden Erkenntnisse berücksichtigt, die amerikanische Waffensucher unter Leitung des US-Experten David Kay nach dem Sturz Saddam Husseins zusammentrugen. Kay hatte Ende vergangenen Jahres vor seinem Rücktritt berichtet, der Irak habe zwar noch Programme für Massenvernichtungswaffen besessen, jedoch seien keine derartigen Waffen auffindbar gewesen.

Die UN-Inspekteure hatten vor dem Beginn des Irakkrieges mehrfach erklärt, dass sie keine Massenvernichtungswaffen gefunden hätten, dass Bagdad jedoch noch keine vollständige Rechenschaft über Bestände gegeben habe, über die es 1991 noch verfügt habe. Nach Einschätzung der UN-Experten hat der Irak diese Arsenale jedoch abgebaut. Zum größten Teil sei dies unter Kontrolle der UN erfolgt.

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