Bericht nach Iran-Reise
IAEA ernsthaft besorgt wegen Atomprogramm

Die internationale Atomenergiebehörde attestiert Iran Fortschritte bei der Uran-Anreicherung. Daher seien „ernsthafte Sorgen wegen der möglichen militärischen Dimension“ angebracht.
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WienInmitten der verschärften Spannungen mit dem Westen forciert der Iran UN-Angaben zufolge sein umstrittenes Atomprogramm. Die Uran-Anreicherung sei deutlich ausgebaut worden, hieß es in einem vertraulichen Bericht der UN-Atomenergiebehörde IAEA. „Die Behörde hat weiter ernsthafte Sorgen wegen der möglichen militärischen Dimensionen des iranischen Atomprogramms.“ Angereichertes Uran kann zivilen Zwecken dienen, ist aber auch für den Bau einer Atombombe notwendig. Der Iran will das Material nach eigenen Angaben für die Forschung verwenden - was ihm viele Länder nicht abnehmen.

Das Land habe seine Kapazitäten zur höherprozentigen Anreicherung verdreifacht, schreibt die IAEA. Allerdings war den Berichterstattern nicht überall Einlass gewährt worden. Das IAEA-Expertenteam beschwerte sich nach einem zweitägigen Aufenthalt im Iran, es habe bei den beiden Besuchen in Teheran in diesem Jahr jeweils nur mit „Mittelsmännern“ sprechen können. „Der Iran wollte die Abläufe behindern“, hieß es in dem Bericht. Die Inspekteure reagierten vor allem enttäuscht darauf, dass ihnen der Zutritt zum Militärstützpunkt Parschin nicht gestattet worden sei. Ein weiterer Besuch in Teheran ist vorerst nicht geplant.

Die Fähigkeit des Iran, Uran auf bis zu 20 Prozent anzureichern, hat in der westlichen Welt Besorgnis ausgelöst, weil es die Möglichkeit zur Herstellung waffenfähigen Urans erhöht. Nach dem IAEA-Bericht hat das Land die Zahl der leistungsfähigen Zentrifugen in der unterirdischen Anlage Fordo verdoppelt und mehr als 100 Kilogramm höher angereichertes Uran hergestellt. Das sei weniger als die Hälfte der Menge, die für einen atomaren Sprengkopf nötig sei.

Der Streit über das Atomprogramm hatte sich jüngst verschärft. Die Europäischen Union hat ein Öl-Embargo verhängt und will die Islamische Republik mit dem Ausfall der lukrativen Einnahmen zum Einlenken zwingen. Der Iran hat seinerseits damit gedroht, die Straße von Hormus zu blockieren, eine der weltweit wichtigsten Handelswege. Die US-Marine ist mit einem Verband in der Region und hat ankündigt, die Wasserstraße offen zu halten. Israel, dem der Iran regelmäßig mit Vernichtung droht, spekulierte zuletzt offen über einen präventiven Militärschlag gegen verdächtige Nuklearanlagen in dem Land.

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  • Also erstens ist der Bericht der IAEA nicht "geheim". Zweitens hat die IAEA kein Mandat, irgendwelche Anlagen zu besichtigen, die nicht mit dem Atomprogramm in Zusammenhang stehen. Trotzdem hat Iran das nicht kategorisch abgelehnt, sondern wollte dazu die rechtlichen Rahmenbedingungen verhandeln. Vorher ist aber die IAEA-Delegation abgereist, sagt der iranische Botschafter bei der IAEA, Dr. Solanieh: http://irananders.de/home/news/article/-16ed152ff0.html. Es gibt also offensichtlich kein Interesse an einer Einigung. Dass Iran seine Urananreicherung ausbaut ist doch klar - sämtliche Angebote diese auszusetzen, wenn man seinen Forschungsreaktor versorgt, wurden doch von den USA zum Scheitern gebracht. Da heißt es dann eben, "selbst ist der Mann". Fazit: nichts Neues von der IAEA. Sie bestätigt, dass sie ein politisches Instrument der USA geworden ist und somit ihren Aufgaben nicht mehr nachkommen kann.

  • Im besten Fall haben die Subventionen eine "einlenkende" Wirkung , dann sollte das land sie schnellstens zu erkennen geben .
    Im andern Fall wird diese Wirkung durch andere mittel erzielt,einlenken werden die Perser dann auch , was ist wohl das vernünftigste ?
    Wenn man Vernunft und diesen Islamischen Gottesstaat in Konsens bringen kann .

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