Bericht
Südkoreas Geheimdienst gesteht Entführung von Nobelpreisträger

Die Entführung des südkoreanischen Oppositionsführers und späteren Friedensnobel-Preisträger Kim Dae Jung im Jahr 1973 war ein Werk des südkoreanischen Geheimdienstes. Das geht aus einem jetzt veröffentlichten Bericht hervor, der gleich noch einige Schuldige benennt.

HB SEOUL Der südkoreanische Geheimdienst hat sich zu einem der berühmtesten Entführungsfälle in der Geschichte des Landes bekannt. Die Korean Central Intelligence Agency (KCIA), ein Vorläufer des heutigen Geheimdienstes, habe 1973 in Tokio den Oppositionsführer und späteren Friedensnobel-Preisträger Kim Dae Jung entführt, hieß es in einem Bericht. Man bedauere dies zutiefst.

Der damalige Präsident Park Chung Hee soll die Entführung seinerzeit zumindest indirekt gebilligt haben. Auch die japanische Regierung trage eine Mitschuld an dem Fall, heißt es in dem Bericht. Sie sei an der Vertuschung des Falles beteiligt gewesen.

Kim entging nach der Entführung nur knapp seiner Ermordung und wurde später in Südkorea von der US-freundlichen Regierung Parks unter Hausarrest gestellt. 1997 wurde er zum Präsidenten gewählt und erhielt 2000 den Nobelpreis.

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