Bericht zum dritten Quartal
Chinas Notenbank sieht erhöhtes Risiko für Rezession

Im Sog der weltweiten Finanzkrise: Nach Ansicht der Notenbank von China steigt auch das Risiko eines Abschwungs in dem boomenden Schwellenland. Die Rezession in den USA, Europa und Japan werde sich wohl auch "relativ stark" auf den chinesischen Export auswirken, warnte die Zentralbank am Montag in ihrem geldpolitischen Bericht zum dritten Quartal.

HB PEKING. Die Notenbank hat seit Mitte September die Leitzinsen bereits drei Mal gesenkt, um die Folgen der zugespitzten Finanzkrise für China abzufedern. Die Regierung hat zudem ein fast eine halbe Billion Euro umfassendes Konjunkturpaket aufgelegt, um die Konjunktur bis Ende 2010 zu stützen. Die meisten Experten gehen jedoch davon aus, dass China sich von seinen über Jahre konstant zweistelligen Wachstumsraten verabschieden muss. Bereits im Sommer-Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur noch um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

In ihrem Bericht verweist die Zentralbank darauf, dass mit den fallenden Rohstoffpreisen auch der Inflationsdruck nachgegeben habe. Nunmehr werde die Bank sich verstärkt darauf konzentrieren, eine Deflation abzuwenden. Jüngst hatte bereits Notenbank-Vizechef Yi Gang bekanntgegeben, dass der Kampf gegen einen anhaltenden Rückgang des Preisniveaus im Vordergrund stehen müsse. Die Notenbank steckt allerdings in einem Dilemma: "Die Geldpolitik muss auf kurze Sicht eine Deflation abwenden, aber zugleich auch eine Inflation auf lange Sicht verhindern", heißt es in dem Zentralbank-Bericht.

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