Berichte dementiert
Uno plant keine Massenevakuierung im Irak

Nach dem Bombenanschlag auf das Uno-Hauptquartier in Bagdad hat die Uno entgegen anders lautenden Berichten derzeit keine Pläne, eine große Zahl von Mitarbeitern ins Ausland zu verlegen. Dies sagte am Mittwochmorgen der Uno-Sprecher Salim Lone in Bagdad.

Reuters BAGDAD. Zuvor hatten Uno-Mitarbeiter gesagt, es sei eine Evakuierung nach Jordanien geplant. Lone sagte, eine derartige Entscheidung sei nicht getroffen worden. Es würden jedoch Mitarbeiter wie geplant in Rahmen eines Rotationssystems das Land verlassen. Zudem würden viele bei dem Anschlag in Bagdad verletzte Uno-Mitarbeiter in Jordanien behandelt. Bei dem Bombenanschlag in der irakischen Hauptstadt waren am Dienstag mindestens 17 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt worden. Unter den Toten war auch der Sonderbeauftragte der Uno für den Irak, Sergio Vieira de Mello. „Es ist nicht wahr, dass wir unsere Mitarbeiter nach Jordanien verlegen“, sagte Lone. Auf einem Treffen am Abend solle über die Situation beraten werden. Die Uno hatte am Dienstagabend ihre Entschlossenheit bekundet, sich weiter am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen. Die USA kündigten an, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Es war der schwerste Anschlag auf ein ziviles Gebäude der Uno in der 58-jährigen Geschichte der Vereinten Nationen.

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