Berichte über Explosion
Erneut Zwischenfall in japanischem AKW

In Japan ist es am Freitag zu einem Zwischenfall in einem stillgelegten Atomkraftwerk gekommen. Wie japanische Medien am Freitag unter Berufung auf die Behörden berichteten, war es in einer Verbrennungsanlage für schwach strahlenden Abfall wie Arbeitskleidung auf dem Gelände des Reaktors „Fugen“ in der Westprovinz Fukui zu einer kleineren Explosion gekommen.

HB/dpa TOKIO. Berichte über ein ausgebrochenes Feuer stellten sich nach Behördenangaben als unzutreffend heraus. Die Explosionsursache war unklar. Niemand sei verletzt worden, laut Atomaufsichtsbehörde wurde auch keine Radioaktivität freigesetzt.

Der „Fugen“-Reaktor war Ende März nach 25 Jahren Betrieb stillgelegt worden. Die komplette Schließung der Anlage wird derzeit vorbereitet. Die abgebrannten Brennstäbe sollen bis 2010 entfernt werden. Währenddessen werden die Gebäude der Anlage jährlichen Sicherheitsüberprüfung unterzogen. In der Vergangenheit war es im Zusammenhang mit „Fugen“ wiederholt zu Zwischenfällen wie Lecks und Rissen in Rohren gekommen. Im September 1999 war es in einer Uranverarbeitungsanlage in Tokaimura zum bisher schwersten Atomunfall in Japans Geschichte gekommen. Dabei waren zwei Mitarbeiter ums Leben gekommen und Hunderte Anwohner erhöhter Strahlung ausgesetzt worden.

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