Berlusconi bleibt bei seiner Linie
Irak: Italienische Geisel getötet

Mit der Ermordung einer italienischen Geisel haben die Aufständischen im Irak am Mittwoch den Druck auf die mit den USA verbündete Regierung in Rom verstärkt.

HB ROM/WASHINGTON. In einem Fax an den arabischen Fernsehsender El Dschasira teilten die Kidnapper von insgesamt vier Italienern mit, sie hätten die Geisel erschossen, nachdem Rom sich geweigert habe, seine Truppen aus dem Irak abzuziehen.

Die italienische Regierung bestätigte am frühen Donnerstagmorgen den Tod der Geisel. Es handele sich um einen 36-jährigen Mann, der für einen privaten Sicherheitsdienst gearbeitet habe. Ministerpräsident Silvio Berlusconi sagte: „Sie haben ein Leben zerstört.“ Er fügte nach Angaben des staatlichen italienischen Fernsehen aber hinzu, dies werde am „Friedensengagement“ der italienischen Soldaten nichts ändern.

Berlusconi schickte zugleich einen Diplomaten in den Irak, der nach Möglichkeiten suchen soll, das Leben der drei übrigen Geiseln zu retten. Die Kidnapper haben damit gedroht, auch diese drei Männer umzubringen.

In den vergangenen Tagen waren im Irak mehrere Geiseln freigekommen, darunter Chinesen, Ukrainer, Russen und zuletzt am Mittwoch ein französischer Journalist. Die russische Regierung beschloss angesichts der Welle von Entführungen, seine Bürger in Sicherheit zu bringen. Insgesamt sollen von diesem Donnerstag an über 800 Personen ausgeflogen werden.

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