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Vor Wahl steigt in Italien die Nervosität

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Komiker-Partei an dritter Stelle

Die zuvor deutlich führende Koalition der linken Mitte liegt nach einer jüngsten Umfrage des TV-Newskanals SkyTG24 nur noch etwa vier Prozentpunkte vor Berlusconis Bündnis, zu dem auch wieder die Lega Nord gehört. Die ganz auf den Cavaliere zugeschnittene PdL hat sich vom Absturz erholt und kommt allein schon wieder auf 20 Prozent.

Bei Wahlsieg Berlusconi will Italienern Steuern erstatten

Italiens Ex-Regierungschef will im Falle eines Wahlsiegs diverse Steuern streichen.

Die populistische Internetbewegung „5 Sterne“ des Komikers Beppe Grillo folgt an dritter Stelle, und das Bündnis der Mitte um den ehemaligen EU-Kommissar und nur auf Zeit eingesetzten Ministerpräsidenten Mario Monti ist an die vierte Stelle abgerutscht. Auf Monti setzen Brüssel und die Märkte. Doch der droht zwischen den alten politischen Lagern zerrieben zu werden, könnte jedoch noch als Koalitionspartner dienen.

„Die Märkte haben bereits abgestimmt, signalisieren klar Alarm“, kommentierte die linksliberale römische „La Repubblica“ am Dienstag. Sie sah die Gefahr, „dass unser Rückgewinn an Glaubwürdigkeit durch die Regierung Monti so Stück für Stück aufgefressen zu werden droht, zusammen mit der strikten Sparpolitik und den Reformen des letzten Jahres“. Der Wirtschaftsprofessor Monti hat sich auch nicht gerade als durchschlagskräftiger Wahlkämpfer erwiesen.

Er hat vieles „gut gemacht“ Berlusconi lobt Diktator Mussolini

Mussolini habe „schwerste Fehler“ gemacht. Aber viele Dinge habe er auch „gut gemacht“.

Bersanis Bündnis leidet in den Umfragen deutlich darunter, dass die Linke gerade jetzt mit dem Skandal um dubiose Geschäfte der drittgrößten Bank MPS (Monte dei Paschi di Siena) in Verbindung gebracht wird. In Siena regiert traditionell die Linke, sie kontrolliert so indirekt auch die Bank.

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„Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln, denn wir dürfen sein Comeback-Talent nicht unterschätzen“, sagte unlängst der ehemalige Mitte-Links-Chef Massimo D'Alema in einem „Il Mattino“-Interview über Berlusconi. Dieser konnte sich über die Bankaffäre nur freuen. Er geht mit zugespitzten Äußerungen gegen den Euro und Lob für den früheren Diktator Benito Mussolini auf rechten, populistischen Stimmenfang gehen. Obendrauf verspricht er dann noch ein paar Steuergeschenke.

  • 05.02.2013, 21:25 Uhralles_halb_so_wild

    Natürlich wird er das nicht tun. Dann würde er ja selber verlieren, aber androhen wird er es schon und so tun als ob auch, weil er genau weiss, dass niemand rausdarf und man alles daransetzen wird, sprich er bekommt dann, was er will. Somit spielt er halt jetzt ein bisschen Poker im Stile italienischer Oper und wird sich dann irgendwann weit aus dem Fenster lehnen mit Schweissperlen auf der Stirn und geflüsterten Worten, dass Italien am Ende ist und nicht mehr anders kann.

    Und gewisse Italiner finden das Klasse, weil es einfach Riesenanstrengungen erfordert, wenn man es seit Jahrzehnten gewohnt ist, in einer blühenden Schwarzgeldwirtschaftsmacht zu leben. Da versucht man es halt zuerst mit ein bisschen Oper, worin man es ja zur grandiosen Meisterschaft gebracht hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kumparsen zur Hilfe herbeischnellen, ist mit eingeplant.

  • 05.02.2013, 19:00 Uhrdownshift61

    Eine neue Chance für Berlusconi?
    Das ist eben Demokratie.
    Alle haben eine faire Chance. Vor allem natürlich die, das Geld haben. Es lebe die Demokratie!!

  • 05.02.2013, 17:40 UhrWolfgangPress

    Ich denke, Berlusconi wird seine Drohung aus dem Euro auszutreten nicht wahr machen, obwohl es für Italien das beste wäre, genauso wie für die anderen Südstaaten. Für Deutschland wäre das nicht unbedingt von Vorteil, denn ein Ausscheiden derer würde zu einer weiteren erheblichen Aufwertung des Rest Euros führen. Aber aus Sicht Italiens wäre eine Abwertung der eigenen Währung von Vorteil.

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