Berlusconis Fininvest soll Justiz bestochen haben
Staatsanwalt will acht Jahre Haft für Berlusconi

Wenn es nach dem Willen der Staatsanwaltschaft geht, kommt Italiens Präsident Berlusconi acht Jahre ins Gefängnis. Diese Strafe sei angemessen für seine Beteiligung an einem Bestechungsskandal.

HB BERLIN. Die Staatsanwaltschaft hat im Mailänder Korruptionsprozess acht Jahre Gefängnis für den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gefordert. Das Schlussplädoyer der Verteidigung ist für den 3. Dezember geplant. Es geht bei dem Fall um Bestechung von Richtern in den 80er Jahren. Das Urteil wird gegen Ende des Jahres erwartet. Die Staatsanwaltschaft zeigte sich am Freitag davon überzeugt, dass Berlusconi seinem engen Vertrauten Cesare Previti damals Geld gegeben habe, um die Zustimmung römischer Richter zum Kauf des staatlichen Lebensmittel-Konglomerats SME zu erreichen. Staatsanwältin Ilda Bocassini sagte, Berlusconis Firmengruppe Fininvest habe die Richter «auf ihrer Gehaltsliste» gehabt und die seien «den Interessen Berlusconis nachgekommen». Die Nachrichtenagentur Apcom meldete, die Verteidigung habe den mutmaßlichen Geldfluss von Berlusconi zu Previti und von Previti an einen Richter in Rom nicht erklären können.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%