Berufung angekündigt
Rabin-Attentäter darf nicht heiraten

Das Oberste Gericht Israels hat die Hochzeit des Mörders von Regierungschef Rabin verboten. Jigal Amir verbüßt eine lebenslange Haftstrafe.

HB BERLIN. Der Mörder des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Jizchak Rabin wollte in der Haft heiraten. Das oberste Gericht des Landes lehnte den Antrag jedoch ab, wie der Anwalt von Jigal Amir am Sonntag bekannt gab. Seine Freundin Larisa Trimbobler hatte Amir im Gefängnis kennen gelernt. Die geschiedene Mutter von vier Kindern besuchte ihn mehrere Jahre lang in regelmäßigen Abständen.

Amir war wegen des Attentats auf Rabin am 4. November 1995 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er sitzt in einer Einzelzelle, wo er pausenlos durch Kameras überwacht wird. Amirs Anwalt kündigte im israelischen

Rundfunk Berufung an. Er habe bereits mit dem Urteil gerechnet, fügte er hinzu. Dem Gericht warf er vor, mit dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet kooperiert zu haben.

Amir hatte Rabin getötet, um einen Friedensschluss mit den Palästinensern zu verhindern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%